Darf der Mann während der Entbindung seiner Frau anwesend sein?

Frage:
Ist es einem Mann erlaubt, während der Entbindung seiner Frau anwesend zu sein?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh. Ja, es ist ihm erlaubt, während ihrer Entbindung anwesend zu sein, weil es dem Ehemann erlaubt ist, den kompletten Körper seiner Frau zu sehen, und dabei gibt es keine Ausnahmen. Anas ibn Mâlik (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) und eine seiner Frauen pflegten, Ghusl aufgrund von Janâbah zu vollziehen, indem sie sich aus einem einzigen Wasserbehälter bedienten. (Berichtet von al-Bukhâri, 264)

Daher ist nichts Falsches daran, wenn der Mann während der Entbindung seiner Frau anwesend ist, solange sich am selben Ort keine anderen Frauen befinden, die unbedeckt sind.

Und Allâh weiß es am besten.

(Quelle: Islam-QA.com)

Geschlechtsverkehr vor Bekanntgabe der Nikah

Frage:

Ich wurde vor zwei Monaten mit einem religiösen Mann verlobt. Er wollte dass wir den Vertrag sofort machen, anstatt uns nur zu verloben. Aber meine Familie lehnte dies ab und sie sagten es gäbe keinen Grund zur Eile. Wir waren dann alleine zusammen ohne einen Vormund, deswegen passierte was ich befürchtete (Vorspiel ohne Geschlechtsverkehr) in dem besten Monat, Ramadan. Seit dem fühle ich mich sehr schlecht. Wie kann ich fünf Monate fasten als Sühne was in den fünf Tagen von Ramadan passiert ist (einen Monat fasten, als Sühne für jeden Tag)? Das ist mein erstes Problem, welches mich um den Schlaf bringt.
Vor zwei Wochen haben wir unseren Ehevertrag fertig gemacht. Wir hatten dann Geschlechtsverkehr, vor der Bekanntgabe der Vollendung unserer Ehe, welche erst nächstes Jahr stattfinden wird. Ich habe viele Antworten auf ihrer Webseite gelesen bezüglich den Rechten eines Ehemanns nach dem Ehevertrag und vor der Bekanntgabe und habe heraus gefunden, dass er warten sollte bis die Ehe bekannt gegeben wurde um Probleme zu vermeiden. Ich sagte ihm, dass ich zum Geschlechtsverkehr nicht einwilligen werde, bis wir die Ehe bekannt gegeben haben. Er lehnte das ab und bestand auf sein Recht mich als seine Ehefrau genießen zu können. Was soll ich machen? Meine Familie weiß nicht, dass ich keine Jungfrau mehr bin. Und ich habe Angst schwanger zu werden bevor unsere Ehe bekannt gegeben wurde. Was soll ich in dieser Situation machen? Soll ich ihm gehorchen wenn er mich braucht? Soll ich meiner Familie erzählen, dass wir bereits Geschlechtsverkehr hatten, auch wenn sie das niemals akzeptieren könnten?

Antwort:

Gepriesen sei Allah.

Erstens:
Wenn die Mindestbedingungen (Heiratsantrag und die Einwilligung dazu und die Zustimmung des Walis) in der Gegenwart zweier Zeugen einer Ehe erfüllt wurden oder bei Bekanntgabe dieses Ehevertrags, dann wird die Frau die Ehefrau des Mannes und es ist für beide erlaubt intim mit dem anderen zu sein.
Es ist für das Paar erlaubt intim zu sein bevor die Ehe bekannt gegeben wird, durch küssen und so weiter, selbst wenn dies zur Absonderung von Maniy führt, so lange es nicht zum Geschlechtsverkehr kommt.

Zweitens:
Keine Kafarah(Sühne) ist nötig, für jemanden der das Fasten ohne Grund bricht, außer das fasten wurde durch Geschlechtsverkehr gebrochen. Sühne ist nicht erforderlich für jemanden der das Fasten wegen etwas anderem als Geschlechtsverkehr bricht.

Darauf basierend ist keine Sühne nötig für eure Intimität die während Ramadan stattgefunden hat, soweit wie du es sagtest, kein Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Wenn es eine Absonderung von Maniy als Resultat gab, dann ist das Fasten dieses Tages ungültig und du musst diese Tat bei Allah bereuen und einen Tag fasten um den anderen Tag ersetzten.

Aber wenn kein Maniy abgesondert wurde, dann ist das Fasten gültig, und du musst nichts weiter machen.

Siehe auch die Antworten auf Frage Nr.: 71213, 14315, 49614 und 37887.

Drittens:
Bezüglich dessen, dass dein Mann Geschlechtsverkehr mit dir hatte bevor die Ehe bekannt gegeben wurde, hat er offenkundig falsch gehandelt und es ergeben sich viele Konsequenzen aus seiner Tat. Wie kann er religiös sein aber nicht auf die Warnungen und Ratschlägen der Gelehrten hören, an diejenigen die einen Ehevertrag abgeschlossen haben, sich mit der Konsumierung der Ehe nicht zu beeilen. Was er behauptet, sein Recht zu sein, ist nicht richtig. Es gab eine Vereinbarung zwischen ihm und deiner Familie die Vollziehung der Ehe bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abzuwarten, also hätte er diese Vereinbarung erfüllen sollen und und diese Bedingung einhalten sollen, welcher er zugestimmt hatte. Der Gesandte Allahs (möge Allahs Segen und -Frieden auf ihm sein) sagte:“ Die Bedingungen, die es am meisten verdient hat erfüllt zu werden, sind die Verhältnisse bei denen Intimität für euch erlaubt wird.“ Überliefert bei al-Bukhaari (2721) und Muslim (1418).

Shaykh ‘Abd al-‘Azeez ibn Baaz (möge Allah barmherzig mit ihm sein) wurde gefragt: “Was ist einem Mann erlaubt mit seiner Ehefrau zu machen, nachdem der Ehevertrag geschlossen wurde, aber vor der Vollendung der Ehe?” Er antwortete: “Es ist ihm erlaubt, dass zu tun, was Männer mit ihren Ehefrauen machen, aber er sollte geduldig sein bis zu der Zeit, die vereinbart wurde die Ehe zu vollziehen. Wenn er sie besuchen muss oder sich mit ihr in Verbindung setzen will, mit der Erlaubnis der Familie und mit einem klaren Grund, dann ist daran nichts falsch. Wenn er sich mit ihr trifft und mit ihr alleine ist, mit der Erlaubnis der Familie, dann ist daran nichts falsch. Aber wenn es heimlich gemacht wird ohne das jemand davon weiß, ist das gefährlich, da sie von ihm schwanger werden könnte, und dann denkt er vielleicht schlecht von ihr oder er leugnet intim mit ihr gewesen zu sein und dadurch entsteht vielleicht eine Menge Fitnah und Ärger. Was er machen sollte ist sich zurückhalten und geduldig sein bis zu der Zeit die vereinbart wurde die Ehe zu vollziehen. Wenn es einen Grund gibt sich mit ihr zu treffen sollte ihr Vater oder ihre Mutter oder Bruder dabei sein, so das nichts passieren kann was schlechte Folgen mit sich bringen könnte.” (Fataawa al-Shaykh Ibn Baaz [21/208, 209])

Shaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymeen (möge Allah barmherzig mit ihm sein) sagte: “Wenn ein Mann einen Ehevertrag mit einer Frau macht, dann ist er ihr Ehemann und er kann mit ihr am Telefon reden oder ihr Briefe schreiben. Es ist nichts falsch daran mit ihr im Kontakt (ohne Geschlechtsverkehr) zu sein, denn sie ist seine Ehefrau. Wenn er sie anruft und es genießt bei ihr zu sein und sie zu küssen, ist daran nichts falsch, aber Geschlechtsverkehr sollte nicht stattfinden, da eine Gefahr dabei ist und es ihn vielleicht dazu bringt schlecht von ihr zu denken, oder sie wird vielleicht schwanger und bekommt das Kind vor der ausgemachten Zeit des Vollzugs der Ehe, also könnte die Frau vielleicht eines Fehlverhalten beschuldigt werden.” (Liqaa’aat al-baab il-Maftooh [175/Frage Nr.: 12])

Viertens:
In Hinblick darauf, was du tun solltes, ist es wie folgt:
1. Gebe sofort jeden Kontakt zwischen euch auf, der zum Geschlechtsverkehr führen könnte.
2. Ermahne deinen Ehemann Allah zu fürchten und beeilt euch die Ehe auszurufen, selbst wenn dies bedeutet Schulden auf sich zu nehmen oder etwas harte Arbeit. Nicht wegen der Möglichkeit einer Schwangerschaft, sondern weil das Jungfernhäutchen mit Sicherheit gerissen ist. Das könnte ernsthafte folgen haben wenn er – Allah bewahre – stirbt oder sich scheiden lässt.
3. Wenn der Ehemann die Hochzeit nicht vorziehen kann, ist es wichtig dass du deinen Eltern erzählst, was passiert ist und es ihnen nicht zu verheimlichen. Das ist sehr in deinem Sinne. Wenn er zugibt was er getan hat, ist das weniger schlimm als wenn er sich scheiden lässt und es dann abstreitet oder er sterben würde.

Und Allah weiß es am besten

(Quelle: Islamqa.info)

Dürfen Muslime Mittel zur Verbesserung der Fruchtbarkeit einnehmen?

Frage:
Ist die Einnahme von Mitteln zur Verbesserung der Fruchtbarkeit erlaubt im Islam?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh. Es ist erlaubt mit zulässiger Medizin Krankheiten zu behandeln, an denen man leidet. Dies gilt sowohl bei Problemen wie Unfruchtbarkeit als auch bei anderen gesundheitlichen Problemen, wenn die Hoffnung besteht, dass diese Medizin einen nützlichen Effekt hat und dem Körper keinen Schaden zufügt

(Fatwa vom Rechtsgelehrten Sheikh Abd-Allah Ibn Jibrin)

Über die Sexualität in der Ehe – für frisch verheiratete Muslime!

5 Jahre verheiratet – lebe trotzdem deine Fantasien

Ich bin in den 90ern Jahren aufgewachsen, also noch vor dem Internetzeitalter, mit einer östlichen, konservativen, ausländischen Erziehung mitten in der westlichen Welt. Deshalb kann man sich denken, dass ich recht ahnungslos aufgewachsen bin im Bezug auf Sexualität. Das einzige Wissen, was ich erhielt, war die Sexualkunde in der Grundschule, welche die Anatomie und biologischen Körperteile darstellte und dann, aber, sofort in die Geburtsmethoden übersprang. Außerdem ging es darum, tabulose Jugendliche mit einem beträchtlichen Hormonüberschuss davon zu überzeugen sich in Abstinenz zu üben. Aber sogar diesen verhältnismäßig harmlosen Kurs erlaubten mir meine Eltern nur argwöhnisch.

Meine Mutter sprach NIE mit mir über dieses Thema und ich traute mich nie sie zu fragen, wir hatten einfach nicht diese Art Beziehung. Ich machte ihr keine Vorwürfe, sie wuchs in einer anderen Gesellschaft auf. Als ich meine Monatsblutung bekam, sagte sie mir, was eine beschämende Sache dies sei und wie ich es vor meiner ganzen Familie verstecken müsste. Sie legte mir nah, dass ich während meiner Periode zum Suhur (Frühstück vor dem Fasten) aufstehen musste, um mit meiner Familie zu essen. Und ich aß während des Ramadans auch nicht zu Hause, wenn ich meine Periode hatte und nicht deswegen nicht fastete, denn  ich hatte Angst von ihnen erwischt zu werden. Ich war wirklich so schüchtern und schämte mich für diese natürliche Sache. Ich weigerte mich beim Arzt einen Abstrich machen zu lassen, weil ich mir nicht vorstellen konnte mich in so einer Position vor ALLEN hinzulegen.

Dann kamen die Jahre vor der Ehe, als meine Eltern wollten, dass ich den Jungen mag, ihn heirate und mit ihm zusammenziehe – alles innerhalb von einer Woche. Meine Gedanken dabei waren: ´Nur über meine Leiche werde ich in einem Raum mit einem Jungen eingeschlossen sein, den ich nicht wirklich kenne. Und so kam ich auf die ach so verrückte Idee, zuerst die Nikah zu vollziehen und dann erst nach ein paar Monaten mit ihm zusammenzuziehen. Wir akzeptierten beide. Immer noch ahnungslos über das ´Bienchen und Blümchen´-Thema versteinerte ich praktisch beim Gedanken an diese eine magische Nacht. Meine Erwartungen…? Da warenschlichtweg keine. Solange seine Gelüste gestillt sind, bin ich erfolgreich, richtig? Ist es nicht das was passieren soll?
Nach unserer Nikah, bereits in den Vorbereitungen für unsere Hochzeitsfeier in ein paar Monaten, sprachen mein Ehemann und ich über dieses Thema. Ich nahm mir vor mich zum Thema Beischlaf in islamischer Hinsicht zu bilden, aber naja, da war nicht wirklich viel. Ich war  vorsichtig – hatte Angst in verschiedene Quellen zu schauen, denn ich hatte totale Angst davor „unerlaubte Informationen“ zu finden. Eine Freundin von mir gab mir die Weisheit einfach  etwas Öl zu nutzen und alles würde gut werden. Wow, danke.
Also dies ist das was ich gelernt habe:

In einem Artikel las ich folgendem Hadith:

Allahs Gesandter (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) sagte: “der Beischlaf zählt als Sadaqa” Da wurde er gefragt: “Oh Gesandter Allahs (s), einer von uns stillt seine Begierde (durch Beischlaf bei seiner Ehefrau) und dafür erhält er eine Belohnung?” Er sagte: “Seht ihr nicht, dass er sündigt, wenn er sie auf verbotene Weise befriedigt? Und so wird er für die legale Befriedigung (seiner Begierde) belohnt.” (Sahih Muslim)

Was ist die sonderbare Zutat, die den Beischlaf in Sadaqa umwandelt und eine Sache der Belohnung Allahs daraus macht? Ist es der Gedanke Allah zu dienen, indem man sich selbstlos um den Partner kümmert, die eigenen natürlichen Bedürfnisse und die des Partner auf eine erlaubte und schöne Art befriedigt? Mir war nunmehr klar, dass Sexualität so betrachtet viel mehr bedeutet als der reine körperliche Akt.

Die Schönheit der frischen Ehe

Es gibt keine Lasten, keine Barrieren oder Grenzen. Du springst barfuß ins kalte Wasser in Hinsicht auf Emotionen und Gefühle. Bring dies in euer Schlafzimmer mit ein. Ein Prinzip unserer Beziehung wurde, zumindest erhofften wir das, ab sofort über alles miteinander zu reden, sodass kein Raum für Missverständnisse bleibt. So fragte er bei jedem subtilen oder nicht subtilen Schritt: “Ist das ok? Fühlt sich das gut an?“

„Wow“, dachte ich, „Er liebt mich so sehr, sodass er sogar in einem Akt der Lust und Sehnsucht Sorgen um meine Gedanken und Gefühle macht.“

Und ich würde ihn im Gegenzug bei jeder Intimität fragen: “Ist dies richtig?“
Diese selbstlose Sorge von ihm unterstütze mich dabei seine Fantasien zu erfüllen. Bedeutet dies, dass wir uns gegenseitig nicht enttäuschten? Auf keinen Fall! Wir waren ab sofort nur offen gegenüber diesen Enttäuschungen.
Alhamdulillah, nach über 5 Jahren Achterbahn dieser Ehe und dieser Offenheit half sie uns inniges und tiefes Verständnis für unseren Ehepartner zu empfinden, ohne Sorgen vor untragbare Konsequenzen aufgrund dieser offenheit.
Ich erklärte ihm meine Erziehung und natürlich, da er genau so erzogen wurde, verstand er es. Ich sagte ihm ironischerweise, dass ich beim Beischlaf ignorierte dass er männlich war, da ich Angst hatte als unbeholfener Amateur zu wirken. Eigentlich sprach ich mit ihm als wäre es eine platonische Beziehung. Wie auch immer, war ich bereit zu lernen und das zu tun was ihn befriedigte, während ich ihm erlaubte mit mir genauso alles kennen zu lernen. Dieser Wille kam mit der Zeit und nach dem Beischlaf empfand ich ein gewisses Selbstbewusstsein. Wir übergingen die Stereotype. Wir beide hatten die Erwartung durch Intimität Befriedigung zu geben und ein Teil deines Ehepartners zu sein, indem man Befriedigung von ihm erhält.

Und speziell an die Männer: Wenn eure Frau aus einem konservativen Elternhaus kommt, dann nehmt das zur Kenntnis und akzeptiert das. Es ist nicht so, dass sie nicht will. Es ist vie mehr so, dass sie nie Einblicke hatte in diese Welt der Sexualität und Intimität. Es ist ihr schlichtweg fremd. Also ist es in deinem Interesse mit deiner Frau zu üben und daran zu arbeiten, dass ihr beide diese Welt kennenlernt – und zwar behutsam und verständnisvoll. Du wirst sehen, wenn du ihr zeigst wie wichtig es dir ist, dass sie zufrieden mit dir ist, wird auch sie dir aus Liebe deine Fantasien erfüllen.

Die Angst der frisch Verheirateten

Manche Frauen haben es schwer oder denen ist es gar fast unmöglich zum Höheüunkt zu kommen. Aber es gibt eine andere Art des Orgasmus. Sie brauchen eine gewisse intime Zuwendung, um  diesen Orgasmus zu erlangen. Manche Männer wissen das nicht und stimulieren ihre Frauen nicht an der richtigen Stelle und die Frauen sind zu beschämt oder schüchtern um das anzusprechen. Sie denken sie selbst wären das Problem.

Das bringt sexuelle Frustration für beide Seiten. Frauen fühlen sich unter Druck gesetzt einen Orgasmus zu haben und Männer fühlen sich genauso unter Druck gesetzt der Partnerin einen Orgasmus zu bringen während des Beischlafs. Anstatt erotisch zu denken, beginnst du dir darüber Sorgen zu machen, was dein Partner über dich denken mag, wie unweiblich du bist oder wie schlimm es wäre zu versagen. Diese sexuelle Sorge ist der Grund der Aufregung der Frau, so wie es an Emotionen gebunden ist und eine Lage des Gemüts. Den Beischlaf zu genießen wird so nun unmöglich sein und es wird auch für beide Partner keine befriedigende, erfüllende Erfahrung mehr sein unter diesen Umständen . Problematisch wird es, wenn es ein zum Teufelskreis wird: Du bist nicht mehr in der Lage etwas zu tun, weil du Angst hast es wäre falsch und dies führt wiederum zu noch mehr Angst.

Wie jede andere Form der Angst, braucht es Arbeit,Geduld und Vertrauen die Angst beim Beischlaf zu überwinden. Die folgenden Tipps könnten hilfreich sein diese zu überwinden:

1. Sprich mit deinem Partner darüber

Mit dem Partner zu reden kann Probleme lösen. Verständnis von deinem Partner wird deine Sorgen verschwinden lassen und dich wohlfühlen lassen. Zusammen Lösungen finden wird euch als Partner näher bringen und eure Intimität wachsen lassen. Gibt euch Komplimente und zeigt Dankbarkeit nachdem Beischlaf. Sag deinem Partner du hattest eine gute Erfahrung mit ihm und nimmst seine stetige Verbesserung im Akt wahr. Das ist wichtig um euer Selbstbewusstsein zu steigern und beim nächsten Mal inspirerter und freier zu wirken.

2. Vermehre die Intimität in anderen Bereichen

Intim sein ist nicht nur eine Sache des Beischlafs. Nicht-sexuelle Aktivitäten gemeinsam zu betreiben kann euch genauso näher zusammenbringen und eure Intimität steigern. Gefühlvoller gegenüber zu sein wird euch definitiv viel wohler fühlen lassen im Bett. Um ein gutes gemeinsames Sexualleben zu führen, musst du dich vertrauensvoll entführen lassen und deine Furcht fallen lassen. Und nicht mehr so verkrampft an die Sache gehen. Dies wird schwierig, wenn du dich nicht sicher fühlst oder dich nicht komplett mit ganzem Herzen hingibst.

3. Übung macht den Meister

Durch mehr Übung, Fehler, Schwierigkeiten und Geduld wirst du langsam lernen es richtig zu machen und in Harmonie mit deinem Partner zu sein.

4. Sport

Es wird dich in deinem Körper wohl fühlen lassen und deine Ausdauer im Bett steigern.

5. Liebe dich selbst mehr

  • Hör auf dich durch deine vorhandenen oder nicht vorhandenen Orgasmen zu identifizieren
  • Hör auf darüber nachzudenken was andere über dich denken könnten
  • Fokussiere dich darauf, was du kontrollieren kannst: deine erotischen Gedanken, Fantasien, Sensationen und Gefühle
  • Es ist OK auch mal keinen Orgasmus zu haben. Genieße jede Art von Befriedigung, die du erlebst.
  • Hör auf deine sexuelle Erfahrung zu bewerten. Nimm es locker, aber sei gleichzeitig mutig genug nach Hilfe zu fragen, wenn es ein Problem gibt.
    6. Besuche einen Arzt, Therapeuten oder Berater
    Dies ist, um dich abzusichern, dass deine Angst nicht wegen deiner Gesundheit oder Medikamentes ist. Eine professionelle Sextherapeutin kann helfen deine Probleme zu verstehen, herauszufinden und eine Lösung zu finden.

Möge Allah Deine Ehe schön machen und die Liebe und die Beziehung zwischen dir und deinem Ehepartner auf allen Ebenen stärken.

So zerstören Pornos Deine Ehe!

So gut wie jeder aktive Mensch in der westlichen Hämisphäre spürt den enormen Einfluss und Wandel des Internets auf den Alltag und die Gesellschaft. Viele von uns müssten lange überlegen bis Sie sich an einen Tag erinnern an dem Sie gänzlich ohne Internet auskamen – ohne auch nur in irgendeiner Weise kurz mal online gewesen zu sein. Mit dem Einzug des Smartphones, des mobilen Internets und den dazugehörigen Flatrates hat sich diese Entwicklung auch noch potenziert. Das Internet ist nun überlall und wir sind ständig online – immer und überall. Sogar die Kleinsten fangen heute schon ziemlich früh nach dem Windelalter an Browsergames auf Internetseiten und Spiele-Apps auf Tablet-Computern zu genießen und das lange vor dem ersten Schultag. Wir telefonieren heute nicht mehr, sondern Skypen und wir machen für Freunde keine Abzüge mehr von Fotos sondern wir laden Sie gleich ins Netz und sichtbar für die ganze Welt und wir schreiben zu Eid-Feisten auch keine netten Briefe mehr an Freunde und Verwandschaft sondern verschicken kurz mal eine Rund-mail. Wissenschaftler sprechen sogar davon, dass das Intenret das Gehirn des Menschen und seine Art zu denken verändere.

Die Attraktivität des Internets liegt gerade in seiner einfachen Handhabung. Ohne große Mühe sind Informationen und virtuelle Gesellschaft immer und überall verfügbar. Wir treffen im Netz Gleichgesinnte, tauschen Informationen, lernen und treten in Kontakt mit Familie und Freunden. Doch sind im Internet auch andere Inhalte abrufbar. Zum Beipiel schädliche Inhalte wie Pornographie. Tatsächlich wurde erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, wonach rund 12,47% aller bundesdeutschen Webseitenaufrufen zu Pornographie-bezogenen Internetseiten führen. [1] Eine andere Studie aus den USA Ergab, dass 2 von 5 Internetbenutzern im August 2005 mindestens einmal eine Website mit pornographischen Inhalt besuchten. Dies beweist welche Rolle das Internet bei der Verbreitung der Pornographie einnimmt. Wo früher pubertierende Jungen höchstens mal am Kiosk auf ein Schmuddelblatt schielten, werden wir heute ungewollt im Internet bombardiert mit anstössigen Inhalten. Der Konsument von heute leiht sich keinen Porno mehr in der Videothek sondern er downloadet ihn heute direkt auf sein Smartphone – for free wann und wo immer er es möchte.
Wer nun meint, dass dies ein Problem der nicht-Muslime sei und damit nichts zu suchen hätte auf einem muslimischen Blog, der irrt gewaltig. Tatsächlich braucht man sich nur mit einigen Geschwistern in der Jugendarbeit oder der muslimsichen Seelsorge unterhalten, um zu erfahren, wie sehr dieses Problem in den islamischen Gemeinden grassiert. Nicht wenige junge Muslime schauen sich regelmäßig pornographische Inhalte im Internet an und einige sind sogar pathologisch süchtig. In diesem Artikel soll es nicht um den allgemeinen Effekt der Pornographie auf den Menschen gehen, sondern soll hier viel mehr der Fokus auf den verheerenden und zerstörerischen Effekt der Pornographie auf die Ehe und das Familienleben gelegt werden.

Die Pornographie aus Sicht der islamischen Jurisprudenz

Obwohl die Frage nach der Erlaubtheit der Pronographie im Islam sich eigentlich von selbst beantworten sollte, soll hier dennoch der Vollständigkeit ein kurzer Überblick gegeben werden über das islamische Urteil bezüglich des Schauens von Pronographie.
Die Beweise, welche die Gelehrten für das Verbot der Propnographie  heranführen, sind unter anderem die folgenden Verse des Korans:

“Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Das ist lauterer für sie. Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was sie machen.Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. […]” (Koran 24:30-31)


Ebenso sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf Ihm):

„Für jeden Sohn Adams wurde sein Anteil an Ehebruch (Zina) festgelegt, der ihm unweigerlich treffen wird. Der Ehebruch (Zina) der Augen ist der Blick und der Ehebruch (Zina) der Ohren ist das Zuhören, der Ehebruch (Zina) der Zunge ist das Sprechen, der Ehebruch (Zina) der Hand ist das Anfassen, der Ehebruch (Zina) des Fußes sind die Schritte und das Herz neigt und begehrt und die Geschlechterteile bestätigen oder leugnen dies.“ (Sahih Muslim, Hadith Nr. 2657)

Die Beweise sind zahlreich und es gibt in der gesamten islamischen Gemeinde keine Meinungsverschiedenheit in dieser Angelegenheit. Das Verbot ist deutlich und klar.

Die Fundamente einer guten Ehe

Bei der Bewertung des Einlusses der Pornographie auf Ehe- und Familienleben ist es unumgänglich zu betrachten, was die Fundamente einer guten Ehe sind. Da gibt es sicherlich vieles zu sagen, jedoch möchte ich, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit, einige wichtige Punkte hervorheben. Im Grunde genommen sind es gemäß zahlreicher Studien die folgenden Charakteristika, die eine stabile, starke und befriedigende Ehe ausmachen:

  1. Emotionale Nähe (Liebe und Respekt)
  2. Investition in das Wohlbefinden des Ehepartners
  3. Gegenseitiger Respekt
  4. Anerkennung des Wertes und der Arbeit des Anderen
  5. Körperliche Nähe und eine gute eheliche Sexualität
  6. Initmität
  7. Engagement
  8. Gegenseitiges Verständnis
  9. Treue
  10. Je mehr diese Werte in einer Ehe erfüllt werden, desto besser funktioniert die Ehe. Im Folgenden möchten wir nun prüfen welchen Einfluss Pornographie auf die Ehepartner hat und welche Folgen das für die Ehe hat unter Berücksichtigung der genannten Punkte.

Der Einfluss der Pornographie auf den Mann als Konsumenten

  1. Pornographie wurde von Allah, dem Gändigen, verboten (arabisch: Haram) und es ist ein fester islamischer Grundsatz, dass jedes Verbot von Allah, nur zum Vorteil des Menschen ist und Allah Ihn dadurch vor Schaden bewahrt. Allein die Kenntnis dessen sollte eigentlich schon ausreichen sich der Gefahr die von Pornographie ausgeht bewusst zu werden und sich deswegen von dieser Fitna (deutsch: Versuchung) fernzuhalten.
  2. Pornographie hat ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial. Einige wird dieser Punkt sicherlich verwundern. Doch schon lange vermutete man, dass Pornographie eine Sucht bei Männern auslöst. Doch tatsächlich belegen heute viele wissenschaftliche Arbeiten, dass Pornographie sowohl emotional als auch körperlich abhängig macht. Gehirnstrommessungen zeigten, dass die Gehirne pornosüchtiger Menschen keine signifikanten Unterschiede zu den drogenabhängigen Menschen. Doch wie kommt es zu einer Sucht? Man fand heraus, dass beim Konsum von pornographischem Material ähnliche biochemische Reaktionen im Gehirn ablaufen wie beim Drogenkonsum. Männer werden stärker als Frauen über visuelle Reize stimuliert, welche die genannten biochemischen Reaktionen auslöst und damit Hormone im Gehirn freisetzt. Das Gehirn interpretiert dies als Belohnung und verlangt mehr. Aber genau wie bei Drogenkonsumenten stellt sich auch bei Pornographie-Konsum nach einer Zeit eine gewisse Toleranzentwicklung ein und um den selben Effekt zu haben muss die Dosis ständig erhöht werden, da sonst keine Befriedigung stattfindet. Dieser Teufelskreislauf führt letztzlich dazu, dass der Konsument immer mehr Pornographie konsumiert und der Konsum dann nachhaltig das Leben prägt und beeinflusst. Und dann ist die Sucht da. Die Gefahr der Sucht ist äußerst hoch und darf nicht unterschätzt werden. Die Zahl der Betroffenen ist gerade unter Jugendlichen extrem hoch, jedoch fällt dies gesellschaftlich nicht so sehr auf, da die Pornosucht natürlich für den Betroffenen peinlich ist und das Theme tabuisiert wird und zum anderen man eine Pornosucht jemanden von außen nicht ansieht.
  3. Pornos zerstören ehelichen Geschlechtsverkehr. Aufgrund von drei Ursachen macht Pornographie normalen, ehelichen Geschlechtsverkehr uninteressant für den Mann. Zum einen desensibilisieren Pornos aufgrund der extremen Darstellung von sexuellen Inhalten. Zum anderen bedienen Pornos aufgrund der extremen Vielfalt an pornographischen Inhalten nahezu jede Phantasie des Konsumenten. Außerdem ist Befriedigung durch Pornos unkompliziert und direkt. Diese drei Gründe führen dazu, dass der normale Geschlechtsverkehr langweilig, uninteressant und anstrengend wirken lässt und der Mann beim Gedanken daran keine erotischen Reize mehr empfängt. Infolgedessen wird ehelicher Geschlechtsverkehr immer seltener praktiziert und oft wird er auch gar kein Geschlechtsverkehr mit der Ehepartnerin mehr praktiziert.
  4. Pornografie führt zu Untreue. Nach einer gewissen Zeit ist die Toleranzentwicklung so weit fortgeschritten, dass auch Pornos keine ausreichenden erotischen Impulse mehr auslösen und der Konsument dazu neigt, das Gesehene nachzuerleben. Die Folge davon sind außereheliche Beziehungen und Bordellgänge.
  5. Pornographie führt zu psychischen Problemen. Nicht selten sind Konsumenten von Gewissensbissen bis hin zu klinischen Depressionen geplagt. Dies Potenziert die Porbleme, die durch die Sucht entstanden, zusätzlich.
  6. Pornos führen zu Unzufriedenheit mit dem Ehepartner. Studien haben gezeigt, dass Pornokonsum zu Unzufriedenheit mit der eigenen Sexualität und dem Ehepartner im allgemeinen  führt.
  7. Pornos führen zur emotionalen Abstumpfung und Distanz. Studien deuten darauf hin, dass bei fortlaufendem Pornokonsum die emtionale Distanz zum Ehepartner größer wird und sich nach und nach beim Mann eine Gefühlskälte entwickelt.

Der Effekt auf die Ehefrau

Der Pornokonsum des Ehemanns verletzt die Ehefrau zutiefst. Für viele Frauen, die entdecken, dass Ihr Ehemann Pornos konsumieren, ist es so, als hätten Sie eine Affäre Ihres Mannes mit einer fremden Frau aufgedeckt. Infolgedessen erleben Sie eine Reihe von Emotionen: Wut, Trauer, Demütigung, Ablehung und das Gefühl betrogen worden zu sein. Sie haben das Gefühl Ihre Männer wären lieber mit einer Frau aus diesen Filmen zusammen als mit Ihnen.

  1. Vertrauenverlusst. Für viele Frauen ist der Vertrauensverlust ähnlich dramatisch wie bei einem Seitensprung des Mannes. Selbst wenn die Ehefrau den Porno Konsum verzeiht, ist das zerstörte Vertrauen nur sehr schwer wiederaufbaubar.
  2. Entfremdung vom Ehepartner. Durch den Vertrauensverlust bedingt, haben viele Frauen ganz plötzlich ein ganz anderes Bild von Ihrem Ehepartner. Oft haben Frauen das Gefühl, den Mann nie wirklich gekannt zu haben und nun vor einem Fremden zu sitzen, der ein zweites Leben mit einer zweiten Frau führt. Viele schämen sich dafür so lange auf so einen “Betrüger” reingefallen zu sein.
  3. Frauen fühlen sich in ihrem Selbstbewusstsein verletzt. Sie haben das Gefühl selbst unattraktiv und alt zu sein und damit Ihrem Mann nicht mehr zu genügen. Dieser Prozess wird dadurch verstärkt, dass die Männer durch Ihren Pornokonsum immer weniger bis gar kein Geschlechtsverkehr mit Ihren Frauen haben.
  4. Respektverfall gegenüber dem Ehemann. Fast immer geht mit der Entdeckung des Pornokonsums auch der Verlust des Respekts gegenüber dem Konsumenten einher.

Effekt auf die Familie

Alles in allem lässt sich folgendes sagen. Studien haben gezeigt, dass für Männer am Wichtigsten in einer Ehe der Respekt der Ehefrau ist. Für die Ehefrau dagegen ist es am Wichtigsten geliebt zu werden. Der Pornokonsum greift genau an diesen zwei Eckfeilern an. Zum einen führt der Konsum des Ehemanns dazu, dass er seiner Ehefrau weniger Aufmerksamkeit schenkt, sie weniger begehrt und durch seine Sucht auch noch zusätzlich belastet ist und da fängt die Ehefrau an, die Liebe des Mannes in Frage zu stellen. Die Ehefrau dagegen fühlt sich vernachlässigt, nicht genug geliebt und betrogen, wenn Sie den Porno Konsum des Mannes entdeckt. So bleiben von den Anfangs genannten 10 Punkten für eine gute, stabile Ehe kaum einer übrig. Das zeigt wie sehr Pornographie and den Grundpfeilern der Ehe nagt und damit zu einer echten Gefahr für die Ehe wird.

Weg aus der Pornosucht

Rat an die Ehefrau: Sie sollten Ihrem Mann schnellstmöglich vergeben, um Ihn bei dem Weg aus der Sucht eine Hilfe zu sein. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie sich verdeutlichen, dass Männer und Frauen in sexueller Hinsicht stark unterscheiden. Männer werden durch optische Reize stärker stimuliert als Frauen. Das bedeutet, dass für Männer das Sehen einer schönen Sache an für sich eine deutlich höhere Befriedigung bewirkt als bei Frauen. Dadurch ist der Konsum von Pornographie reizvoller für Männer als für Frauen. Ferner ist Geschlechtsverkehr für Männer weit weniger mit emotionaler Nähe verbunden als für Frauen. Für Männer ist Geschlechtsverkehr weit mehr eine Befriedigung eines reinen Bedürfnisses wie Hunger oder Durst. Letztlich sollten Sie verstehen, dass der Konsum von Pornographie nicht zwangsläufig im Umkehrschluss bedeutet, dass Sie unattraktiv sind. Viel mehr liegt die Ursache des Konsums Ihres Ehemanns in dem Verlangen des Mannes nach Abwechslung. Studien haben bewiesen, dass Männer viel mehr als Frauen Abwechslung bevorzugen. Dies ist keine Entschuldigung. Es soll lediglich erklären, dass ein Mann die Abwechslung begehren kann, selbst wenn die Abwechslung weniger attraktiv ist als die eigene Ehefrau. Solange die Ehefrau da bleibt, hat er  auch gerne eine möglicherweise unattraktivere Abwechslung. Oder Ihr Mann ist abhängig von Pornos, wobei sein Verhalten dann krankhaft ist und es dann folglich nicht an Ihnen liegt. Aber wie dem auch sei im Ergebnis bedeutet es, dass selbst wenn er eine andere Frau körperlich als begehrenswerter ansieht, er Sie als seine vertaute Ehefrau dennoch liebt und schätzt.
Beten Sie für Ihren Ehemann, dass Allah Ihm Hilft aus dieser Praxis rauszukommen. Seien Sie dabei geduldig und helfen Sie Ihm ohne Ihn mit ständigen Vorwürfen zu demoralisieren. Zeigen Sie Verständnis bei Rückfällen und bauen Sie Ihn moralisch auf, indem Sie ohne Vorwürfe über Ihre Gefühle sprechen. Sehen Sie dies als eine Chance, dass Ihre Ehe gestärkt aus dieser Krise übersteht.

Rat an den Konsumenten: Sie müssen sich Helfen lassen. Machen Sie sich klar, dass Sie ein Problem haben, das Sie nicht einfach selbst lösen können durch einfaches “ausklingen lassen”. Suchen Sie nach entsprechender Literatur und Webseiten und erstellen Sie einen konkreten Plan. Bitten Sie Allah stets um Vergebung und Hilfe, dass er Ihnen Ihren Weg erleichtern möge. Bitten Sie jene um Verzeihung, deren Gefühle Sie verletzt haben. Werfen Sie die Flinte nicht ins Korn, selbst wenn Sie mal einen Rückfall haben. Stellen Sie sich immer vor, wie Sie sich fühlen, nachdem Sie Ihrer Sucht wieder verfallen sind und  die Pornos konsumiert haben. Denken Sie an die Gefühle derer, die Sie lieben und die Konsequenzen, die Ihr Porno-Konsum auf Ihr Leben und das Leben Ihrer Familie hat.
Es ist auch sehr wichtig, dass diese Sünde dazu führt, dass Sie sich selbst als schlechten Muslim sehen, für den es keine Hoffnung gibt. Ein bekannter Gelehrter erzählte einmal, dass er um Rat gefragt wurde von jemanden, der ebenfalls nicht die Selbstbefriedigung und dem Pornokonsum aufgeben konnte. Dieser weise Gelehrte erinnerte ihn daran, dass solange er seine Tat bereue und er gegen sie ankämpft, diese Sünde bei Allah nicht schwer wiegt. Er riet Ihm dazu, dass er nicht wegen dieser Sünde aufhören solle gute Taten zu verrichten, sondern im Gegenteil. Er solle Allah mehr um Vergebung bitten, seine Gebete und die Niederwerfung (Sujud) verlängern und spenden. Diese guten Taten würden ihm helfen. Und genau so versuchen Sie auch Ihre gute Taten zu vermehren und das Gebet zu stärken. Denken Sie daran, dass manchmal eine Sünde dazu führt, dass man aufgrund der darauffolgenden Reue, zu einem besseren Menschen und besseren Ehemann werden kann. So hat selbst die Sünde Ihren Sinn gehabt.

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[1] Similiarweb Studie von Julie 2013

Ist es verpflichtend seinem Eheparetner die in der Vergangenheit begangenen Sünden zu offenbaren?

Frage:

Eine Frau sagte Sie hätte einen tugendhaften Mann geheiratet. Aber vor der Ehe hatte Sie Taten begangen, die Allah verboten hat. Nun hat sie ein schlechtes Gewissen. Sie würde gerne wissen, ob es für sie notwendig ist Ihrem Ehemann zu offenbaren, was sie vor der Ehe begangen hat?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Nein, es ist für keinen der beiden Ehepartner notwendig den anderen Ehepartner  über die Taten, die vor der Ehe begangen wurden, zu informieren. Die Person, welche in ein Übel (Sünde) geraten ist sollte diese bedecken und geheim halten wie Allah ihn/sie auch bedeckt hat. Die aufrichtige Reue (Tauba) sollte ausreichen.

Was denjenigen betrifft, der eine Jungfrau heiratete und dem es dann beim Vollzug der Ehe offensichtlich wird, dass die Ehepartnerin  aufgrund sexueller Freizügigkeit die Sie vor der Ehe praktizierte keine (Jungfrau mehr) ist, hat der Mann das Recht die Morgengabe (Mahr), die er Ihr Zahlte zurück zu verlangen und sich von seiner Ehefrau zu trennen.

Jedoch, wenn er erkennt, dass Sie ihre Tat aufrichtig (vor Allah) bereut hat (Tauba), und er dies dann vertraulich behandelt und die Angelegenheit geheim hält und Sie als Ehefrau (dennoch) behält, wird er von Allah sicherliche dafür belohnt werden.

Quelle: Auszug aus dem Bucht: "Ich möchte bereuen, aber..." vom Gelehrten Shaikh Muhammad Saalih al-Munajjid

7 Dinge, die Dir Deine muslimische Ehefrau nie verraten würde

Den meissten Männern fällt es ziemlich schwer Ihre Frau zu verstehen, selbst dann wenn Sie bereits seit Jahren mit Ihr verheiratet sind. In der einen Minute ist alles gut und schon in der nächsten Minute weint sie wie ein Baby. Sie beschwert sich über etwas und wenn Du Ihr dann einen Rat gibst ist sie immernoch unzufrieden. Das diesem Problem zugrunde liegende Geheimnis ist, dass sich die Bedürfnisse der Frau grundlegend von denen der Männer unterscheiden. Wer die Bedürfnisse seiner Frau versteht, kann Sie effektiv befriedigen und Sie damit glücklicher machen.

Hier sind sieben Dinge, von denen deine Frau es gerne haben würde, dass Du sie wüsstest, jedoch würde Sie sie Dir niemals direkt sagen.

1. Sie möchte Deine Liebe, mehr als alles andere

Männern ist es wichtig, dass Ihre Frauen Sie respektieren. Frauen dagegen möchten an aller erster Stelle von ihrem Mann geliebt werden.
Wenn ein Mann das Gefühl hat weniger respektiert zu werden von seiner Frau, dann zeigt er Ihr weniger seine Liebe. Und wenn der Mann seiner Frau weniger Liebe zeigt, zeigt sie ihm wiederum weniger Respekt. Daraus entsteht letzlich eine Abwärtsspirale.
Stoppe diese vorprogrammierte Falle, indem Du deiner Frau kontinuierlich Deine Liebe zeigst, trotz der Fehler die sie hat. Die Folge wird sein, so Allah will, dass Sie Dich respektiert, trotz der Fehler die Du hast.

2. Sie langweilt sich

Es ist jeden Tag  dasselbe – Tag ein, Tag aus, Woche für Woche. Sie langweilt sich nicht nur. Sie fühlt sich auch überfordert. Sie kümmert sich um die Kinder und macht den Haushalt und soll Dich dann auch noch verwöhnen. Schon allein der Gedanke daran reicht aus und man möchte sich schnell eine Decke über den Kopf ziehen. Ich kann mir vorstellen wie sich die durchschnittliche muslimische Ehefrau fühlen muss.
Und lasst uns nicht die Frauen vergessen, die arbeiten gehen. Nicht wenige Frauen müssen Vollzeit arbeiten und zusätzlich den gesamten Haushalt bewältigen.
Deswegen, vereehrte Brüder, gebt euren Frauen das Gefühl sie seien etwas besonderes. Gebt Ihnen auch mal eine Pause, übernehmt regelmäßig die Aufgaben der Ehefrau und gebt Ihr etwas Zeit für sich oder führt sie aus. Überrascht Sie. Und denkt euch immer wieder Kleinigkeiten aus, um die Monotonie des Alltags aufzubrechen und seid dabei kreativ. Sie hat es verdient und wird es euch, InshaAllah, danken.

3. Sie möchte Komplimente

Anerkennung und Werschätzung. Niemand möchte, dass die harte Arbeit die man tut komplett unbeachtet bleibt oder noch schlimmer als selbstverständlich angesehen wird. Deswegen zeige Deiner Frau, dass Du siehst, wie hart Sie arbeitet und sage Ihr, dass Du es sehr schätzt. Tue das regelmäßig und werde nie dessen müde. Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf Ihm) sagte:

“Wer den Menschen nicht dankt, dankt nicht Allah.” (Hadithsammlung Abu-Dawud)

Bedanke dich also, werter Bruder, oft. Auch für vermeintliche Kleinigkeiten. Sei auch sehr Aufmerksam und erwähne, dass Du Veränderungen mitbekommen hast und sie Dir gefallen. Wenn sie das Haus sauber gemacht hat, wenn Sie sich für Dich schön gemacht hat, wenn Sie etwas für dich vorbereitet hat, wenn Sie Deine Lieblingsspeise kocht. Auch wenn es Dir schwer fällt über Deine Gefühle zu reden, musst Du Dich überwinden und Ihr Deine Empfindungen mitteilen.
Ein einfaches “Vielen Dank dafür, dass…” ist ein guter Start. Aber auch eine kleine Handgeschriebene Memo, die Du bevor du morgens das Haus verlässt, auf Ihrem Nachttisch hinterlässt, hat ihren Charme. Schreibe Ihr eine Email. Bring ihr eine Blume mit. Auch hier kannst Du kreativ sein.

4. Sie ist extrem eifersüchtig

Frauen sind äußerst eifersüchtig. Deswegen sei sehr achtsam, wie Du in Gegenwart deiner Frau sprichst.

  • Vergleiche Sie nicht mit irgendwelchen Frauen im Fernsehen
  • Vergleiche Sie nicht mit Deiner Mutter
  • Vergleiche sie niemals mit Deiner Ex-Frau
  • Lobe möglichst nicht andere Frauen vor Ihr, auch nicht, wenn es um vermeintlich unwichtige Dinge geht wie “Das ist aber eine tolle Mutter”

Sogar die Frauen des Propheten (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) wurden eifersüchtig aufeinander. Aischa wurde sogar auf Khadija (Möge Allah mit Ihnen beiden zufrieden sein) eifersüchtig, obwohl sie bereits vertorben war. Erwarte auch von Deiner Frau entsprechende Gefühle der Eifersucht und habe Verständnis.

5. Sie möchte, dass Du ihr hilfst eine bessere Muslima zu werden

Abdullah bin Umar berichtet, dass der Gesandte Allahs gesagt hat:

„Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der höchste Imam, der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für die Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. […]” (Hadithsammlung Bukhari)

Der Mann ist der Führer der Familie und genau hier liegt ein zentrales Problem vieler muslimischer Männer in unserer Zeit. Nicht nur, dass Sie keine guten Führer sind, viel mehr werden Sie nicht selten sogar von ihren Frauen geführt. Deine Frau möchte aber insgeheim, dass Du Sie führst und Ihr Sicherheit gibst.
Und der beste und Ihr liebster Weg ist es, wenn Du Sie näher zu Allah führst.Doch es ist unbedingt notwendig als Führer voranzugehen. Wenn Sie sich Allah annähern soll, dann ist es wichtig, dass Du dich Allah annäherst und Deinen Iman stärkst. Lese den Koran regelmäßig, dann werden Die deine Kinder und Deine Frau folgen. Motiviere Sie zu guten Taten und lese Ihr Hadithe vor oder schaut euch zusammen einen Vortrag an.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Du als Führer weise handelst. Überfordere Deine Frau nicht und wisse, dass Veränderungen genau wie sie bei Dir gedauert haben auch bei ihr Ihre Zeit brauchen.

6. Sie möchte sich Dir mitteilen und ernstgenommen werden

Im Gegensatz zu Männern, die nur sehr selten anderen Ihre Gefühle äußern, reden Frauen ständig über Ihre Gefühle und Empfindungen. Dies ist für Frauen ein wichtiger Bestandteil Ihrer Kommunikation. Sie möchten aber ernst genommen werden. Gerade im Bezug auf Ihre Ängste, Einsamkeit und ähnliche Probleme geht es vornehmlich nicht darum praktische Lösungen vorzuschlagen, sondern im ersten Schritt einmal darum Verständnis und emotionale Unterstützung zu geben. Auch wenn Dir ein Problem als nichtig oder trivial erscheint, wie der anstehende Besuch der Familie oder ähnliches, solltest Du auf keinen Fall die Gefühle Deiner Frau kleinreden oder Dich lustig machen. Mache Ihr Hoffnung. Sage Ihr, dass Du Ihr helfen kannst. Sage Ihr, dass Sie nicht allein ist. Sage Ihr, dass es mit Allahs Hilfe besser wird und dass Ihr das zusammen wieder hinbekommt. Wichtig ist, dass Du Ihre Gefühle und Gedanken ernst nimmst, sie respektierst und es nicht persönlich nimmst oder gar als Angriff gegen dich verstehst sondern alls ihr Partner an ihren Ängsten und Gefühlen teilnimmst.

7. Am meissten wünscht Sie sich eine glückliche und stabile Beziehung mit Dir

Frauen heiraten nicht einfach so, weil Sie es sich so lustig vorstellen. Sie heiraten, weil Sie sich ein glückliches Familienleben wünschen und glauben, dass du es Ihnen ermöglichen wirst. Neben Ihren religiösen Pflichten ist dies das wichtigste im Leben einer muslimischen Ehefrau. Eine glückliche, stabile, muslimische Familie.
Das Schöne ist, dass es wirklich ein leichtes ist, Ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Hör einfach auf, Dich wie ein Rüpel zu verhalten. Sei freundlich. Sei ein guter Ehemann. Zeig Ihr, dass Du sie liebst und dass Du Allah dankbar bist sie als Ehefrau bekommen zu haben. Drohe Ihr nicht mit Scheidung oder damit, dass du eine zweite Frau heiratest. Ja, natürlich darfst Du beides tun, aber deiner Ehefrau damit zu drohen ist ein unangemessenes Verhalten und schadet eurer Beziehung. Vertraue auf Allah, sei achtsam vor den Tricks und Fallen des Satans und sei geduldig mit Deiner Frau. Es gibt kaum etwas in der Welt, was den Satan mehr freut als zwei gläubige Eheleute auseinander zu bringen.

Siehst Du, mein werter Bruder? Es ist nicht schwer ein guter Ehemann zu sein.

Warum Dein Iman nicht Deine einzige Schönheit ist!

Stellt euch folgendes Szenario vor: Da ist eine muslimische Frau, welche sich augenscheinlich gerade für ein bestimmtes Event fertig gemacht hat. Sie hat geduscht, sich frisiert, chic gekleidet und parfümiert. Es ist 15:30 Uhr und es klingelt an der Haustür. Die Nachbarin, ebenfalls Muslima, steht vor der Tür und möchte sich ein paar Eier leihen. Beim Anblick der Schwester fragt die Nabarin verwundert: “Möchtest Du gerade irgendwo hin?” Die Schwester verneinte dies , worauf die Nachbarin hinterherwirft: “Ich frage nur, weil Du dich so chic gemacht hast.” Die Schwester sagte, Sie erwarte lediglich Ihren Ehemann. Daraufhin die Nachbarin “Du machst Dich also immernoch schön für Deinen Mann?!” und die Schwester: “Was heißt da immernoch?” Da sagt die Nachbarin: “Naja, am Anfang habe ich das ja auch noch gemacht, aber mittlerweile…”.

Ich glaube, dass Ihr alle dieses Szenario euch gut vorstellen konntet, denn es zeigt eine traurige Realität in der islamischen Gemeinde. Tatsächlich sind Schwestern, die sich noch nach dem ersten Ehejahr für Ihren Ehemann schön machen, eine absolute Seltenheit. Aber eine der häufigsten Beschwerden, die muslimische Ehemänner über Ihre Frauen äußern, ist gerade der, dass sich die Frauen nicht mehr schön machen.
Viele Schwestern hören nachdem Sie geheiratet haben abrupt damit auf sich um Ihr aussehen zu kümmern und lassen sich komplett gehen. Manche Schwestern machen sich lediglich noch fertig, wenn Sie aus dem Haus gehen. Jogginghose und T-Shirt gilt für viele Schwestern als perfekter Dresscode für Zuhause.

Die Ursachen wieso Schwestern sich nicht schön machen

Sicherlich gibt es mehrere Gründe für das Verhalten jener Schwestern, jedoch möchte ich hier die zwei Hauptgründe nennen:

  1. Einmal verheiratet mit einem praktizierendem Bruder, glauben Schwestern, dass Ihr gläubiger Ehemann nicht mehr auf ihr Aussehen schauen wird sondern auf ihren Glauben und Ihre Gottesfurcht.
  2. Viele Männer sind sehr wortkarg und geben wenig Komplimente. Irrtümlicherweise interpretieren Frauen dieses Schweigen als Interesselosigkeit seitens des Mannes an ihrem Aussehen.

Schönheit und Frömmigkeit sind zwei verschiedene Qualitäten

Lasst uns nochmal in Erinnerung rufen, dass insbesondere Frömmigkeit wesentlich zur inneren Schönheit einer Person beiträgt und diese innere Schönheit sogar die Warnehmung der äußeren Erscheinung beeinflussen kann. Ein innerlich besonders schöner Mensch kann auch äußerlich schöner wirken auf Menschen, durch seine schöne Wesensart. Aber dennoch bleiben Schönheit und Frömmigkeit zwei von einander unabhängige Qualitäten eines Menschen.
Es gibt im Islam kein Verbot gut auszusehen; Tatsächlich, ist sich für seinen Ehemann zu verschönern und Ihn damit glücklich zu machen nicht nur lobenswert es ist sogar ein Weg damit die Zufriedenheit und den Lohn Allahs zu gewinnen. Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) wurde gefragt, welche die beste Frau sei. Er antwortete:

„Diejenige, die ihren Ehemann erfreut, wenn er sie ansieht, die ihm gehorcht, wenn er ihr etwas aufträgt”  (Hadithsammlung Al Nisai)

Deswegen, verehrte Schwestern, nehmt euch für die folgenden Dinge täglich Zeit bevor euer Mann nach Hause kommt:

  • Nehmt eine Dusche
  • Zieht euch etwas frisches an
  • Schminkt euch leicht
  • Zieht hin und wieder etwas Schmuck an
  • Seid kreativ mit eurem Haar
  • Parfümiert euch

Meine werte Schwestern, der Sinn der Abaya ist nicht dazugewonnene Pfunde zu verstecken und die der Hijab sollte nicht dazu dienen, um damit ungekemmtes und ungepflegtes Haar zu verstecken. Natürlich ist Jogginghose und T-Shirt ziemlich bequem zu Hause, aber bevor euer Mann nach Hause kommt, solltet ihr euch umziehen.

Ehemänner: Seid Aufmerksamm und seid nicht geizig mit Komplimenten

Am Anfang der Ehe ist es den Schwestern wichtig gut für Ihren Mann auszusehen, denn er ist “neu”. Aber nachdem einige Zeit vergeht und das Zusammensein behaglicher wird, ist es nur natürlich, dass man auch informeller miteinander im Umgang wird. Nicht selten vergehen 6 Monate in einer Ehe, bevor ein Ehemann seine Ehefrau das erste Mal mit Brille sieht!
Komplimente sind Ansporn für gutes Aussehen. Für nicht-Hijabi Schwestern ist es oft leichter auf ihr Aussehen zu achten, da ihr Aussehen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Auf der anderen Seite ist es mit Abaya und Hijab leichter sich im Bezug auf sein Aussehen gehen zu lassen. Denn ohnehin bleibt dann ja die Frage: “Wen interessiert es?” Genau hier sind Aufmerksamkeit und Komplimente von Seiten des Ehemanns von essentieller Wichtigkeit. Eine Frau begiert die Aufmerksamkeit ihres Mannes. Wenn die Schwester das Gefühl hat, dass Ihr Ehemann  es schätzt, dass sie sich schön macht und sich um Ihr Aussehen kümmert, dann motiviert sie das dies auch weiterhin zu tun.

Also Liebe Ehemänner:

  • Seid aufmerksam gegenüber euren Frauen – JEDEN TAG
  • Zeigt Interesse an ihrem Aussehen, Kleidern und ihr Aussehen insgesamt
  • Motiviert Sie, indem ihr eurer Frau Kleidung schenkt, von der ihr wünscht, dass sie sie tragen soll
  • Wenn sie sich schön macht, dann lobt sie und macht Komplimente
  • Wenn Sie sich mal nicht schön macht, ermahnt auf freundliche, schöne Art und Weise

Die Ehe ist ein Bund gegenseitigem Verständnisses und ein geben und nehmen. Auch dieses Thema erfordert Anstrengung auf beiden Seiten. Möge Allah euch dabei helfen eure Ehe noch schöner und glücklicher zu machen.

Shukran, teşekkür, faleminderit : Die magische Wirkung eines “Dankeschöns”

Stellt euch mal das folgende Szenario vor: Ein Ehemann kauft ein Haus für seine Familie. Du Fragst die Ehefrau, ob Sie Ihrem Mann für das Haus gedankt habe. Darauf fragt die Frau: “Warum sollte ich das tun?” Worauf du wiederum erwiederst: “Weil er ein Haus gekauft hat!” Darauf die Frau: “Ja, aber es ist ja nicht für mich. Er selbst lebt ja auch dort.” Du erinnerst Sie: “Was ist falsch daran dankbar zu sein?” Und die Frau erwiedert letztlich: “Nein, gedankt habe ich nicht. Aber ich habe so viel Zeit und Mühe damit zugebracht das Haus für Ihn schön einzurichten und zu dekorieren wie er es mag. Zeigt Ihm das nicht, dass ich dankbar bin?”

Was fehlt dieser Schwester in Ihrer Ehe? Verbale Bekräftigung!

Unglücklicherweise spielen sich solche und ähnliche Situationen in sehr vielen Ehen ab, in denen Dank nicht durch Worte ausgedrückt werden; Meistens ist es so, dass unbewusst vorausgesetzt wird der Ehepartner würde automatisch eine nette Geste als Dank erkennen. Dies führt mitunter zu dramatischen Folgen für das Eheleben.

Ein einfaches “Dankeschön” reicht manchmal schon aus, um eine kriselnde Ehe zu retten, dagegen reicht manchmal schon ein fehlendes “Danke” aus, um eine Ehe endgültig zu zerstören. Bekräftigende Worte, die unseren Dank ausdrücken, haben einen fast schon magischen Effekt auf uns. Wissenschaftliche Studien haben unlängst den enormen positiven Effekt der wörtlichen Bekräftigung unserer Zufriedenheit durch ein einfaches “Dankeschön” bewiesen. Tatsächlich trainieren zahlreiche Unternehmen Ihre Vorarbeiter und Mitarbeiter in leitenden Positionen darauf, Ihren Mitarbeitern zu danken, um damit die Produktivität der Arbeiter zu fördern.

Dieser kraftvolle Effekt verbaler Bekräftigung beschränkt sich nicht nur auf unsere Arbeitswelt. Viel mehr spielen diese Worte des Danks eine besonders wichtige Rolle im Alltag eines jeden von uns. Unglücklicherweise benutzen viele von uns diese Worte viel zu selten und verpassen damit Möglichkeiten und Chancen Beziehungen in unserem Leben wesentlich zu verbessern und zu stärken.

Unseren Dank gegenüber dem Ehepartner durch Worte immer wieder zu bekräftigen ist eines der leichtesten Wege die Liebe und den Respekt in einer Ehe zu vermehren. Dies hat den natürlichen Nebeneffekt, dass man selbst auch liebevoller und respektvoller vom Ehepartner behandelt wird. Dennoch, so traurig es auch sein mag, ist “Danke” eines der meist vernachlässigten Worte.
Schnell begnügen wir uns mit der bequemen Haltung, dass “Dankeschön” ja bereits genug durch unsere alltäglichen Handlungen beinhaltet ist und deswegen nicht durch Worte wiederholt werden müsste. Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis, welches die Qualität einer Ehe massiv beeinträchtigen kann. Wir sollten uns nicht vom Satan beirren lassen und glauben, dass Dankbarkeit ein inneres Gefühl ist und deswegen nur gut durch Taten gezeigt werden könne. Dankbarkeit ist mehr als ein inneres Gefühl und muss, neben unseren Taten der Dankbarkeit, auch durch unsere Worte ausgedrückt werden. Menschen brauchen den wörtlichen Ausdruck der Anerkennung und des Danks – und zwar immer wieder. Dank ist nicht nur eine Sache des inneren Gefühlsleben, dass wir für uns behalten und annehmen, dass unser Ehepartner auf wundersamerweise unsere alltäglichen Handlungen als auch  Erwiederung, Dank und Anerkennung erkennt.

Normalerweise muss es nicht immer wieder eine große Aktion geben. Wenn eine Ehefrau müde und gestresst, nach einem Wochenende mit den Schwiegereltern, abends ein kleines liebevolles “Dankeschön” als Anerkennung und Dank hört, gibt Ihr das erfrischende Kraft für die kommende Woche.

Aber wir müssen nicht auf die Großen Momente warten und geizen mit unserem Dank. Danke verliert seinen Charme nie. Je öfter wir unseren ehrlichen Dank zum Ausdruck bringen, desto schöner wird es und verleiht der Ehe einen Energieschub der seines gleichen sucht. Für ein Danke gibt es eigentlich nie einen schlechten Zeitpunkt:

– Wenn du in dein Auto steigst und siehst, dass bereits vollgetankt wurde, dann schicke deinem Ehepartner eine SMS mit einem “Danke”

– Wenn er/sie den Kindern beim Lernen hilft

– Wenn er/sie beim Abräumen hilft

– Wenn er/sie den Müll rausbringt

– Wenn er/sie euer Kind mit in die Moschee nimmt

– Wenn er/sie den Abwasch übernimmt

– Wenn er/sie etwas im Haus repariert

Ein einfaches “Danke” zeigt eurem Ehepartner, dass Ihr seine harte Arbeit bemerkt habt und vor allem auch schätzt. Ohne die wörtliche Bekräftigung des Danks neigen Menschen zu dem Glauben Ihre Mühen und damit auch sie selbst werden als selbstverständlich angenommen, was der Tod für jede Motivation und Inspiration ist. Um es nochmal zu verdeutlichen: Wenn wir unserem Ehepartner nicht oft genug wörtlich danken, zeigen wir es höchstwahrscheinlich auch nicht in unseren Taten. Denn wahrer Dank zeigt sich durch das Gefühl in unseren Herzen, durch die Taten, die dieser Dank bewirkt und letztlich aber dennoch nicht minder wichtig auch in unseren Worten.

Immer wieder, wenn man Menschen auffordert Dankbarkeit zu zeigen, wird erwidert , dass man selber ja auch keinen Dank erhalte und sich auch nicht ausreichend wertgeschätzt fühle durch seinen Ehepartner.

Ein typisches Szenario: Eine Frau erzählt, Ihr Mann hätte sich gestern um das in der Nacht schreiende Baby gekümmert, weil Sie selbst krank war und Ruhe brauchte. Man fragte Sie: “Hast du dich bei Ihm bedankt?” Antwortet sie: “Es ist auch sein Kind!” Du darauf: “Aber er hat dir gestern die Arbeit abgenommen.” Darauf Sie: “Ich beruhige das Baby jede Nacht und mir wurde nie dafür gedankt.”

Es ist wahr, dass beide Ehepartner das Bedürfnis und den Anspruch auf Anerkennung haben. Aber weder die Frau noch der Mann sollten in einer Ehe mathematisch alles gegeneinander aufrechnen. Ergreife du selbst die Initiative und erinnere deinen Ehepartner wie gut ein “Danke” tun kann.

Auch der Prophet (Allahs Frieden und Segen aug Ihm) erklärte die Wichtigkeit des Danks, indem er sagte:

“Wer den Menschen nicht dankt, dankt Allah nicht.” (Hadithsammlung Tirmidhi)

Lasst uns unsere Danksagungen an unsere Ehepartner als gottesdienstliche Tat ansehen und als Dank für all die Gnaden die Allah uns jeden Tag gewährt. Vermehren wir damit Allahs Wohlgefallen auf uns,  dass er unsere Ehe noch mehr segnet.

Ein Dank ist also in jedem Fall ein Gewinn für uns.

Ein Dank muss auch nicht beschränkt werden auf Dinge, die unser Ehepartner “extra” also zusätzlich für uns gemacht hat oder uns abgenommen hat. Viel mehr sollten wir es zu unserer Angewohnheit machen regelmäßig und großzügig uns zu bedanken in Worten, in einem Brief, einer SMS oder einer Email. Wir danken dafür, dass er oder sie jeden Tag so hart arbeitet. Jeden Tag den Haushalt bewältigt und sich um die Kinder kümmert. Sich unsere Sorgen anhört. Sehr schön ist auch dem Ehepartner zu sagen, wie dankbar man ist, dass einem so ein Ehepartner gegeben wurde. Die Möglichkeiten für einen Dank sind nahezu unbegrenzt.

Es gibt nichts schöneres an einem stressigen Tag unerwartet ein “Danke” zu bekommen ob wörtlich, als Nachricht oder mit einem kleinen Geschenk.

Diese kleine Aufmerksamkeit gibt dem Ehepartner das schöne Gefühl etwas wirklich besonderes zu sein – auch noch nach all diesen Jahren.

Außerdem, seid nicht zu schüchtern eurem Ehepartner vor Verwandten oder euren Kindern zu danken, denn das ehrt euren Ehepartner und lehrt die Anwesenden die Wichtigkeit und Schönheit des Bedanken.

Abschließend möchte ich den Geschwistern ans Herz legen Allah in Bittgebeten um mehr Liebe und Harmonie in der Ehe zu bitten und niemals den Charme eines einfachen “Dankeschön” zu unterschätzen.

Lasst uns nicht diesen Artikel zu Ende gelesen haben ohne unserem Ehepartner eine Nachricht zu schreiben: “Danke, dass du für mich da bist”.

Wertschätze deine Frau nach Art des Propheten (saw) + 10 Hadithe

Im Islam ist die Beziehung zwischen dem Ehemann und seiner Ehefrau eine enge Bindung, welche mit Güte, Liebe und Barmherzigkeit genährt werden muss. Die Bedeutung dieser Bindung ist dermaßen wichtig, dass Allah sie im heiligen Koran als eine seiner Wunder dieser Welt bezeichnet.

“Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.” (Ar-Rum  30:21)

Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) ist das Vorbild eines jeden Muslims in allen Lebensbereichen. Wenn Du über das Verhalten des Propheten gegenüber seinen Ehefrauen liest, mit was für einer Achtsamkeit, Güte, Freundlichkeit, Mitgefühl und Liebe er ihnen gegenüber zeigte.

Die nachfolgende Sammlung von Hadithen geben einen kleinen Eindruck über seinen edlen Charakter und sein vorzügliches Verhalten gegenüber seinen Ehefrauen:

Die Ehefrau verdient die beste Behandlung

1. Abu Huraira (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) überliefert, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

“Unter den Gläubigen ist derjenige am vollkommensten im Glauben, der mit dem besten Charakter. Und die Besten unter euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.” (Hadithsammlung At-Tirmidhi)

2. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

“Der beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt. Und ich bin derjenige, der seine Frau am besten behandelt.” (Hadithsammlung At-Tirmidhi)

3. Abu Huraira (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) überliefert, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

“Ein gläubiger Ehemann soll niemals seine gläubige Frau hassen. Wenn er eine bestimmte Angewohnheit von ihr nicht mag, so mag er doch eine andere bei ihr finden, die ihm gefällt.” (Hadithsammlung Muslim)

4. Abdullah ibn Amr ibn Al-As (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

“Das irdische Leben ist ein (vergänglicher) Genuss. Das Beste an diesem Genuss ist eine tugendhafte Ehefrau.” (Hadithsammlung Muslim)

Zeige Deine Liebe

5. Anas (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) berichtete, das der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) gefragt wurde:

“Oh Gesandter Allahs, welcher unter den Menschen ist dir am Liebsten?” Er antwortete: “Aischa.” Er wurde gefragt: “Und unter den Männern? Er sagte: “Ihr Vater.” (Hadithsammlung Ibn Majah)

Verwandele Liebe in Taten

6. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) erzählte, als sie während ihrer Menstruation Wasser aus einem Krug trank, nahm der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) den Krug und suchte die Stelle, wo ihre Lippen den Krug berührten, um aus der selben Stelle zu trinken (Hadithsammlung Muslim).

Helfe im Haushalt

7. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) antwortete auf die Frage hin, was der Prophet tat wenn er zu Hause war:

„Er half seiner Familie und wenn die Zeit für das Gebet kam, ging er, um zu beten.“ (Hadithsammlung Buchari) Und in einer anderen Überlieferung sagte sie: „seine Kleider selbst zu flicken, seine Schuhe zu reparieren und alles zu tun, was Männer zu Hause machen.“ (Hadithsammlung Ahmad)

Habe Spaß mit Deiner Ehefrau

8. Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) berichtete, dass Sie einmal den Propheten (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) auf einer Reise begleitete als Sie noch sehr Jung war und der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) die anderen Begleiter der Reise vorschickte und als er und Aischa alleine waren er Ihr ein Wettrennen vorschlug, welches Sie gewann. Es verging einige Zeit und Aischa hatte zwischenzeitlich etwas zugenommen und das Rennen fiel ihr schwer und der Prophet (Allahs Friede und Segen auf Ihm) schlug Ihr vor erneut um die Wette zu rennen. Sie wies daraufhin, dass Sie nicht mehr so dünn wie früher sei, doch der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) bestand auf das Rennen und er gewann es auch. Darauf  spaßte er darüber mit ihr “Dies ist (die Antwort) für jenes Wettrennen.”

9.  Aishah berichtete:

Es war ein Festtag, an dem die Äthiopier (ihre Kriegskunst) mit Schildern und Lanzen übten. Entweder habe ich selbst den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, darum gebeten, oder er sagte zu mir: »Möchtest du gern zuschauen?« Als ich dies bejahte, ließ er mich hinter ihm stehen, und meine wange lag an seiner wange er spornte die Sudan an, indem er zu ihnen sagte: »Voran, Söhne der Arfida!« Es ging so (lange) weiter, bis es mir selbst langweilte da fragte er: »Genügt es dir?« Als ich dies bejahte, sagte er: »Dann gehe!« ” (Hadithsammlung Bukhari)

Liebe geht über den Tod hinaus

10. `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:

Hala Bint Khuwailid, die Schwester von Khadija bat einmal um Erlaubnis, beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, einzutreten. Da erinnerte er sich an die Weise, wie Khadija dies tat. Er wurde von Erinnerungen befallen, und das war in seinem Gesicht zu sehen. Da sagte er: „O Allah, sie ist Hala Bint Khuwailid.“ (Hadithsammlung Muslim)

 

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