Ist es verpflichtend seinem Eheparetner die in der Vergangenheit begangenen Sünden zu offenbaren?

Frage:

Eine Frau sagte Sie hätte einen tugendhaften Mann geheiratet. Aber vor der Ehe hatte Sie Taten begangen, die Allah verboten hat. Nun hat sie ein schlechtes Gewissen. Sie würde gerne wissen, ob es für sie notwendig ist Ihrem Ehemann zu offenbaren, was sie vor der Ehe begangen hat?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Nein, es ist für keinen der beiden Ehepartner notwendig den anderen Ehepartner  über die Taten, die vor der Ehe begangen wurden, zu informieren. Die Person, welche in ein Übel (Sünde) geraten ist sollte diese bedecken und geheim halten wie Allah ihn/sie auch bedeckt hat. Die aufrichtige Reue (Tauba) sollte ausreichen.

Was denjenigen betrifft, der eine Jungfrau heiratete und dem es dann beim Vollzug der Ehe offensichtlich wird, dass die Ehepartnerin  aufgrund sexueller Freizügigkeit die Sie vor der Ehe praktizierte keine (Jungfrau mehr) ist, hat der Mann das Recht die Morgengabe (Mahr), die er Ihr Zahlte zurück zu verlangen und sich von seiner Ehefrau zu trennen.

Jedoch, wenn er erkennt, dass Sie ihre Tat aufrichtig (vor Allah) bereut hat (Tauba), und er dies dann vertraulich behandelt und die Angelegenheit geheim hält und Sie als Ehefrau (dennoch) behält, wird er von Allah sicherliche dafür belohnt werden.

Quelle: Auszug aus dem Bucht: "Ich möchte bereuen, aber..." vom Gelehrten Shaikh Muhammad Saalih al-Munajjid

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