Ist es verpflichtend seinem Eheparetner die in der Vergangenheit begangenen Sünden zu berichten?

Frage:

Eine Frau sagte Sie hätte einen tugendhaften Mann geheiratet. Aber vor der Ehe hatte Sie Taten begangen, die Allah verboten hat. Nun hat sie ein schlechtes Gewissen. Sie würde gerne wissen, ob es für sie notwendig ist Ihrem Ehemann zu offenbaren was sie vor der Ehe begangen hat?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Nein, es ist für keinen der beiden Ehepartner notwendig den anderen Ehepartner  über die Taten, die vor der Ehe begangen wurden, zu informieren. Die Person, welche in ein Übel (Sünde) geraten ist sollte diese bedecken und geheim halten wie Allah ihn/sie auch bedeckt hat. Die aufrichtige Reue (Tauba) sollte ausreichen.

Was denjenigen betrifft, der eine Jungfrau heiratete und dem es dann beim Vollzug der Ehe offensichtlich wird, dass die Ehepartnerin  aufgrund sexueller Freizügigkeit die Sie vor der Ehe praktizierte keine (Jungfrau mehr) ist, hat der Mann das Recht die Morgengabe (Mahr), die er Ihr Zahlte zurück zu verlangen und sich von seiner Ehefrau zu trennen.

Jedoch, wenn er erkennt, dass Sie ihre Tat aufrichtig (vor Allah) bereut hat (Tauba), und er dies dann vertraulich behandelt und die Angelegenheit geheim hält und Sie als Ehefrau (dennoch) behält, wird er von Allah sicherliche dafür belohnt werden.

Quelle: Auszug aus dem Bucht: "Ich möchte bereuen, aber..." vom Gelehrten Shaikh Muhammad Saalih al-Munajjid

7 Dinge, die Dir Deine muslimische Ehefrau nie verraten würde

Den meissten Männern fällt es ziemlich schwer Ihre Frau zu verstehen, selbst dann wenn Sie bereits seit Jahren mit Ihr verheiratet sind. In der einen Minute ist alles gut und schon in der nächsten Minute weint sie wie ein Baby. Sie beschwert sich über etwas und wenn Du Ihr dann einen Rat gibst ist sie immernoch unzufrieden. Das diesem Problem zugrunde liegende Geheimnis ist, dass sich die Bedürfnisse der Frau grundlegend von denen der Männer unterscheiden. Wer die Bedürfnisse seiner Frau versteht, kann Sie effektiv befriedigen und Sie damit glücklicher machen.

Hier sind sieben Dinge, von denen deine Frau es gerne haben würde, dass Du sie wüsstest, jedoch würde Sie sie Dir niemals direkt sagen.

1. Sie möchte Deine Liebe, mehr als alles andere

Männern ist es wichtig, dass Ihre Frauen Sie respektieren. Frauen dagegen möchten an aller erster Stelle von ihrem Mann geliebt werden.
Wenn ein Mann das Gefühl hat weniger respektiert zu werden von seiner Frau, dann zeigt er Ihr weniger seine Liebe. Und wenn der Mann seiner Frau weniger Liebe zeigt, zeigt sie ihm wiederum weniger Respekt. Daraus entsteht letzlich eine Abwärtsspirale.
Stoppe diese vorprogrammierte Falle, indem Du deiner Frau kontinuierlich Deine Liebe zeigst, trotz der Fehler die sie hat. Die Folge wird sein, so Allah will, dass Sie Dich respektiert, trotz der Fehler die Du hast.

2. Sie langweilt sich

Es ist jeden Tag  dasselbe – Tag ein, Tag aus, Woche für Woche. Sie langweilt sich nicht nur. Sie fühlt sich auch überfordert. Sie kümmert sich um die Kinder und macht den Haushalt und soll Dich dann auch noch verwöhnen. Schon allein der Gedanke daran reicht aus und man möchte sich schnell eine Decke über den Kopf ziehen. Ich kann mir vorstellen wie sich die durchschnittliche muslimische Ehefrau fühlen muss.
Und lasst uns nicht die Frauen vergessen, die arbeiten gehen. Nicht wenige Frauen müssen Vollzeit arbeiten und zusätzlich den gesamten Haushalt bewältigen.
Deswegen, vereehrte Brüder, gebt euren Frauen das Gefühl sie seien etwas besonderes. Gebt Ihnen auch mal eine Pause, übernehmt regelmäßig die Aufgaben der Ehefrau und gebt Ihr etwas Zeit für sich oder führt sie aus. Überrascht Sie. Und denkt euch immer wieder Kleinigkeiten aus, um die Monotonie des Alltags aufzubrechen und seid dabei kreativ. Sie hat es verdient und wird es euch, InshaAllah, danken.

3. Sie möchte Komplimente

Anerkennung und Werschätzung. Niemand möchte, dass die harte Arbeit die man tut komplett unbeachtet bleibt oder noch schlimmer als selbstverständlich angesehen wird. Deswegen zeige Deiner Frau, dass Du siehst, wie hart Sie arbeitet und sage Ihr, dass Du es sehr schätzt. Tue das regelmäßig und werde nie dessen müde. Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf Ihm) sagte:

„Wer den Menschen nicht dankt, dankt nicht Allah.“ (Hadithsammlung Abu-Dawud)

Bedanke dich also, werter Bruder, oft. Auch für vermeintliche Kleinigkeiten. Sei auch sehr Aufmerksam und erwähne, dass Du Veränderungen mitbekommen hast und sie Dir gefallen. Wenn sie das Haus sauber gemacht hat, wenn Sie sich für Dich schön gemacht hat, wenn Sie etwas für dich vorbereitet hat, wenn Sie Deine Lieblingsspeise kocht. Auch wenn es Dir schwer fällt über Deine Gefühle zu reden, musst Du Dich überwinden und Ihr Deine Empfindungen mitteilen.
Ein einfaches „Vielen Dank dafür, dass…“ ist ein guter Start. Aber auch eine kleine Handgeschriebene Memo, die Du bevor du morgens das Haus verlässt, auf Ihrem Nachttisch hinterlässt, hat ihren Charme. Schreibe Ihr eine Email. Bring ihr eine Blume mit. Auch hier kannst Du kreativ sein.

4. Sie ist extrem eifersüchtig

Frauen sind äußerst eifersüchtig. Deswegen sei sehr achtsam, wie Du in Gegenwart deiner Frau sprichst.

  • Vergleiche Sie nicht mit irgendwelchen Frauen im Fernsehen
  • Vergleiche Sie nicht mit Deiner Mutter
  • Vergleiche sie niemals mit Deiner Ex-Frau
  • Lobe möglichst nicht andere Frauen vor Ihr, auch nicht, wenn es um vermeintlich unwichtige Dinge geht wie „Das ist aber eine tolle Mutter“

Sogar die Frauen des Propheten (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) wurden eifersüchtig aufeinander. Aischa wurde sogar auf Khadija (Möge Allah mit Ihnen beiden zufrieden sein) eifersüchtig, obwohl sie bereits vertorben war. Erwarte auch von Deiner Frau entsprechende Gefühle der Eifersucht und habe Verständnis.

5. Sie möchte, dass Du ihr hilfst eine bessere Muslima zu werden

Abdullah bin Umar berichtet, dass der Gesandte Allahs gesagt hat:

„Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der höchste Imam, der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für die Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. […]“ (Hadithsammlung Bukhari)

Der Mann ist der Führer der Familie und genau hier liegt ein zentrales Problem vieler muslimischer Männer in unserer Zeit. Nicht nur, dass Sie keine guten Führer sind, viel mehr werden Sie nicht selten sogar von ihren Frauen geführt. Deine Frau möchte aber insgeheim, dass Du Sie führst und Ihr Sicherheit gibst.
Und der beste und Ihr liebster Weg ist es, wenn Du Sie näher zu Allah führst.Doch es ist unbedingt notwendig als Führer voranzugehen. Wenn Sie sich Allah annähern soll, dann ist es wichtig, dass Du dich Allah annäherst und Deinen Iman stärkst. Lese den Koran regelmäßig, dann werden Die deine Kinder und Deine Frau folgen. Motiviere Sie zu guten Taten und lese Ihr Hadithe vor oder schaut euch zusammen einen Vortrag an.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Du als Führer weise handelst. Überfordere Deine Frau nicht und wisse, dass Veränderungen genau wie sie bei Dir gedauert haben auch bei ihr Ihre Zeit brauchen.

6. Sie möchte sich Dir mitteilen und ernstgenommen werden

Im Gegensatz zu Männern, die nur sehr selten anderen Ihre Gefühle äußern, reden Frauen ständig über Ihre Gefühle und Empfindungen. Dies ist für Frauen ein wichtiger Bestandteil Ihrer Kommunikation. Sie möchten aber ernst genommen werden. Gerade im Bezug auf Ihre Ängste, Einsamkeit und ähnliche Probleme geht es vornehmlich nicht darum praktische Lösungen vorzuschlagen, sondern im ersten Schritt einmal darum Verständnis und emotionale Unterstützung zu geben. Auch wenn Dir ein Problem als nichtig oder trivial erscheint, wie der anstehende Besuch der Familie oder ähnliches, solltest Du auf keinen Fall die Gefühle Deiner Frau kleinreden oder Dich lustig machen. Mache Ihr Hoffnung. Sage Ihr, dass Du Ihr helfen kannst. Sage Ihr, dass Sie nicht allein ist. Sage Ihr, dass es mit Allahs Hilfe besser wird und dass Ihr das zusammen wieder hinbekommt. Wichtig ist, dass Du Ihre Gefühle und Gedanken ernst nimmst, sie respektierst und es nicht persönlich nimmst oder gar als Angriff gegen dich verstehst sondern alls ihr Partner an ihren Ängsten und Gefühlen teilnimmst.

7. Am meissten wünscht Sie sich eine glückliche und stabile Beziehung mit Dir

Frauen heiraten nicht einfach so, weil Sie es sich so lustig vorstellen. Sie heiraten, weil Sie sich ein glückliches Familienleben wünschen und glauben, dass du es Ihnen ermöglichen wirst. Neben Ihren religiösen Pflichten ist dies das wichtigste im Leben einer muslimischen Ehefrau. Eine glückliche, stabile, muslimische Familie.
Das Schöne ist, dass es wirklich ein leichtes ist, Ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Hör einfach auf, Dich wie ein Rüpel zu verhalten. Sei freundlich. Sei ein guter Ehemann. Zeig Ihr, dass Du sie liebst und dass Du Allah dankbar bist sie als Ehefrau bekommen zu haben. Drohe Ihr nicht mit Scheidung oder damit, dass du eine zweite Frau heiratest. Ja, natürlich darfst Du beides tun, aber deiner Ehefrau damit zu drohen ist ein unangemessenes Verhalten und schadet eurer Beziehung. Vertraue auf Allah, sei achtsam vor den Tricks und Fallen des Satans und sei geduldig mit Deiner Frau. Es gibt kaum etwas in der Welt, was den Satan mehr freut als zwei gläubige Eheleute auseinander zu bringen.

Siehst Du, mein werter Bruder? Es ist nicht schwer ein guter Ehemann zu sein.

Ist Frömmigkeit Deine einzige Schönheit?

Stellt euch folgendes Szenario vor: Da ist eine muslimische Frau, welche sich augenscheinlich gerade für ein bestimmtes Event fertig gemacht hat. Sie hat geduscht, sich frisiert, chic gekleidet und parfümiert. Es ist 15:30 Uhr und es klingelt an der Haustür. Die Nachbarin, ebenfalls Muslima, steht vor der Tür und möchte sich ein paar Eier leihen. Beim Anblick der Schwester fragt die Nabarin verwundert: „Möchtest Du gerade irgendwo hin?“ Die Schwester verneinte dies , worauf die Nachbarin hinterherwirft: „Ich frage nur, weil Du dich so chic gemacht hast.“ Die Schwester sagte, Sie erwarte lediglich Ihren Ehemann. Daraufhin die Nachbarin „Du machst Dich also immernoch schön für Deinen Mann?!“ und die Schwester: „Was heißt da immernoch?“ Da sagt die Nachbarin: „Naja, am Anfang habe ich das ja auch noch gemacht, aber mittlerweile…“.

Ich glaube, dass Ihr alle dieses Szenario euch gut vorstellen konntet, denn es zeigt eine traurige Realität in der islamischen Gemeinde. Tatsächlich sind Schwestern, die sich noch nach dem ersten Ehejahr für Ihren Ehemann schön machen, eine absolute Seltenheit. Aber eine der häufigsten Beschwerden, die muslimische Ehemänner über Ihre Frauen äußern, ist gerade der, dass sich die Frauen nicht mehr schön machen.
Viele Schwestern hören nachdem Sie geheiratet haben abrupt damit auf sich um Ihr aussehen zu kümmern und lassen sich komplett gehen. Manche Schwestern machen sich lediglich noch fertig, wenn Sie aus dem Haus gehen. Jogginghose und T-Shirt gilt für viele Schwestern als perfekter Dresscode für Zuhause.

Die Ursachen wieso Schwestern sich nicht schön machen

Sicherlich gibt es mehrere Gründe für das Verhalten jener Schwestern, jedoch möchte ich hier die zwei Hauptgründe nennen:

  1. Einmal verheiratet mit einem praktizierendem Bruder, glauben Schwestern, dass Ihr gläubiger Ehemann nicht mehr auf ihr Aussehen schauen wird sondern auf ihren Glauben und Ihre Gottesfurcht.
  2. Viele Männer sind sehr wortkarg und geben wenig Komplimente. Irrtümlicherweise interpretieren Frauen dieses Schweigen als Interesselosigkeit seitens des Mannes an ihrem Aussehen.

Schönheit und Frömmigkeit sind zwei verschiedene Qualitäten

Lasst uns nochmal in Erinnerung rufen, dass insbesondere Frömmigkeit wesentlich zur inneren Schönheit einer Person beiträgt und diese innere Schönheit sogar die Warnehmung der äußeren Erscheinung beeinflussen kann. Ein innerlich besonders schöner Mensch kann auch äußerlich schöner wirken auf Menschen, durch seine schöne Wesensart. Aber dennoch bleiben Schönheit und Frömmigkeit zwei von einander unabhängige Qualitäten eines Menschen.
Es gibt im Islam kein Verbot gut auszusehen; Tatsächlich, ist sich für seinen Ehemann zu verschönern und Ihn damit glücklich zu machen nicht nur lobenswert es ist sogar ein Weg damit die Zufriedenheit und den Lohn Allahs zu gewinnen. Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) wurde gefragt, welche die beste Frau sei. Er antwortete:

„Diejenige, die ihren Ehemann erfreut, wenn er sie ansieht, die ihm gehorcht, wenn er ihr etwas aufträgt“  (Hadithsammlung Al Nisai)

Deswegen, verehrte Schwestern, nehmt euch für die folgenden Dinge täglich Zeit bevor euer Mann nach Hause kommt:

  • Nehmt eine Dusche
  • Zieht euch etwas frisches an
  • Schminkt euch leicht
  • Zieht hin und wieder etwas Schmuck an
  • Seid kreativ mit eurem Haar
  • Parfümiert euch

Meine werte Schwestern, der Sinn der Abaya ist nicht dazugewonnene Pfunde zu verstecken und die der Hijab sollte nicht dazu dienen, um damit ungekemmtes und ungepflegtes Haar zu verstecken. Natürlich ist Jogginghose und T-Shirt ziemlich bequem zu Hause, aber bevor euer Mann nach Hause kommt, solltet ihr euch umziehen.

Ehemänner: Seid Aufmerksamm und seid nicht geizig mit Komplimenten

Am Anfang der Ehe ist es den Schwestern wichtig gut für Ihren Mann auszusehen, denn er ist „neu“. Aber nachdem einige Zeit vergeht und das Zusammensein behaglicher wird, ist es nur natürlich, dass man auch informeller miteinander im Umgang wird. Nicht selten vergehen 6 Monate in einer Ehe, bevor ein Ehemann seine Ehefrau das erste Mal mit Brille sieht!
Komplimente sind Ansporn für gutes Aussehen. Für nicht-Hijabi Schwestern ist es oft leichter auf ihr Aussehen zu achten, da ihr Aussehen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Auf der anderen Seite ist es mit Abaya und Hijab leichter sich im Bezug auf sein Aussehen gehen zu lassen. Denn ohnehin bleibt dann ja die Frage: „Wen interessiert es?“ Genau hier sind Aufmerksamkeit und Komplimente von Seiten des Ehemanns von essentieller Wichtigkeit. Eine Frau begiert die Aufmerksamkeit ihres Mannes. Wenn die Schwester das Gefühl hat, dass Ihr Ehemann  es schätzt, dass sie sich schön macht und sich um Ihr Aussehen kümmert, dann motiviert sie das dies auch weiterhin zu tun.

Also Liebe Ehemänner:

  • Seid aufmerksam gegenüber euren Frauen – JEDEN TAG
  • Zeigt Interesse an ihrem Aussehen, Kleidern und ihr Aussehen insgesamt
  • Motiviert Sie, indem ihr eurer Frau Kleidung schenkt, von der ihr wünscht, dass sie sie tragen soll
  • Wenn sie sich schön macht, dann lobt sie und macht Komplimente
  • Wenn Sie sich mal nicht schön macht, ermahnt auf freundliche, schöne Art und Weise

Die Ehe ist ein Bund gegenseitigem Verständnisses und ein geben und nehmen. Auch dieses Thema erfordert Anstrengung auf beiden Seiten. Möge Allah euch dabei helfen eure Ehe noch schöner und glücklicher zu machen.

Der Charme eines „Dankeschöns“

Stellt euch mal das folgende Szenario vor: Ein Ehemann kauft ein Haus für seine Familie. Du Fragst die Ehefrau, ob Sie Ihrem Mann für das Haus gedankt habe. Darauf fragt die Frau: „Warum sollte ich das tun?“ Worauf du wiederum erwiederst: „Weil er ein Haus gekauft hat!“ Darauf die Frau: „Ja, aber es ist ja nicht für mich. Er selbst lebt ja auch dort.“ Du erinnerst Sie: „Was ist falsch daran dankbar zu sein?“ Und die Frau erwiedert letztlich: „Nein, gedankt habe ich nicht. Aber ich habe so viel Zeit und Mühe damit zugebracht das Haus für Ihn schön einzurichten und zu dekorieren wie er es mag. Zeigt Ihm das nicht, dass ich dankbar bin?“

Was fehlt dieser Schwester in Ihrer Ehe? Verbale Bekräftigung!

Unglücklicherweise spielen sich solche und ähnliche Situationen in sehr vielen Ehen ab, in denen Dank nicht durch Worte ausgedrückt werden; Meistens ist es so, dass unbewusst vorausgesetzt wird der Ehepartner würde automatisch eine nette Geste als Dank erkennen. Dies führt mitunter zu dramatischen Folgen für das Eheleben.

Ein einfaches „Dankeschön“ reicht manchmal schon aus, um eine kriselnde Ehe zu retten, dagegen reicht manchmal schon ein fehlendes „Danke“ aus, um eine Ehe endgültig zu zerstören. Bekräftigende Worte, die unseren Dank ausdrücken, haben einen fast schon magischen Effekt auf uns. Wissenschaftliche Studien haben unlängst den enormen positiven Effekt der wörtlichen Bekräftigung unserer Zufriedenheit durch ein einfaches „Dankeschön“ bewiesen. Tatsächlich trainieren zahlreiche Unternehmen Ihre Vorarbeiter und Mitarbeiter in leitenden Positionen darauf, Ihren Mitarbeitern zu danken, um damit die Produktivität der Arbeiter zu fördern.

Dieser kraftvolle Effekt verbaler Bekräftigung beschränkt sich nicht nur auf unsere Arbeitswelt. Viel mehr spielen diese Worte des Danks eine besonders wichtige Rolle im Alltag eines jeden von uns. Unglücklicherweise benutzen viele von uns diese Worte viel zu selten und verpassen damit Möglichkeiten und Chancen Beziehungen in unserem Leben wesentlich zu verbessern und zu stärken.

Unseren Dank gegenüber dem Ehepartner durch Worte immer wieder zu bekräftigen ist eines der leichtesten Wege die Liebe und den Respekt in einer Ehe zu vermehren. Dies hat den natürlichen Nebeneffekt, dass man selbst auch liebevoller und respektvoller vom Ehepartner behandelt wird. Dennoch, so traurig es auch sein mag, ist „Danke“ eines der meist vernachlässigten Worte.
Schnell begnügen wir uns mit der bequemen Haltung, dass „Dankeschön“ ja bereits genug durch unsere alltäglichen Handlungen beinhaltet ist und deswegen nicht durch Worte wiederholt werden müsste. Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis, welches die Qualität einer Ehe massiv beeinträchtigen kann. Wir sollten uns nicht vom Satan beirren lassen und glauben, dass Dankbarkeit ein inneres Gefühl ist und deswegen nur gut durch Taten gezeigt werden könne. Dankbarkeit ist mehr als ein inneres Gefühl und muss, neben unseren Taten der Dankbarkeit, auch durch unsere Worte ausgedrückt werden. Menschen brauchen den wörtlichen Ausdruck der Anerkennung und des Danks – und zwar immer wieder. Dank ist nicht nur eine Sache des inneren Gefühlsleben, dass wir für uns behalten und annehmen, dass unser Ehepartner auf wundersamerweise unsere alltäglichen Handlungen als auch  Erwiederung, Dank und Anerkennung erkennt.

Normalerweise muss es nicht immer wieder eine große Aktion geben. Wenn eine Ehefrau müde und gestresst, nach einem Wochenende mit den Schwiegereltern, abends ein kleines liebevolles „Dankeschön“ als Anerkennung und Dank hört, gibt Ihr das erfrischende Kraft für die kommende Woche.

Aber wir müssen nicht auf die Großen Momente warten und geizen mit unserem Dank. Danke verliert seinen Charme nie. Je öfter wir unseren ehrlichen Dank zum Ausdruck bringen, desto schöner wird es und verleiht der Ehe einen Energieschub der seines gleichen sucht. Für ein Danke gibt es eigentlich nie einen schlechten Zeitpunkt:

– Wenn du in dein Auto steigst und siehst, dass bereits vollgetankt wurde, dann schicke deinem Ehepartner eine SMS mit einem „Danke“

– Wenn er/sie den Kindern beim Lernen hilft

– Wenn er/sie beim Abräumen hilft

– Wenn er/sie den Müll rausbringt

– Wenn er/sie euer Kind mit in die Moschee nimmt

– Wenn er/sie den Abwasch übernimmt

– Wenn er/sie etwas im Haus repariert

Ein einfaches „Danke“ zeigt eurem Ehepartner, dass Ihr seine harte Arbeit bemerkt habt und vor allem auch schätzt. Ohne die wörtliche Bekräftigung des Danks neigen Menschen zu dem Glauben Ihre Mühen und damit auch sie selbst werden als selbstverständlich angenommen, was der Tod für jede Motivation und Inspiration ist. Um es nochmal zu verdeutlichen: Wenn wir unserem Ehepartner nicht oft genug wörtlich danken, zeigen wir es höchstwahrscheinlich auch nicht in unseren Taten. Denn wahrer Dank zeigt sich durch das Gefühl in unseren Herzen, durch die Taten, die dieser Dank bewirkt und letztlich aber dennoch nicht minder wichtig auch in unseren Worten.

Immer wieder, wenn man Menschen auffordert Dankbarkeit zu zeigen, wird erwidert , dass man selber ja auch keinen Dank erhalte und sich auch nicht ausreichend wertgeschätzt fühle durch seinen Ehepartner.

Ein typisches Szenario: Eine Frau erzählt, Ihr Mann hätte sich gestern um das in der Nacht schreiende Baby gekümmert, weil Sie selbst krank war und Ruhe brauchte. Man fragte Sie: „Hast du dich bei Ihm bedankt?“ Antwortet sie: „Es ist auch sein Kind!“ Du darauf: „Aber er hat dir gestern die Arbeit abgenommen.“ Darauf Sie: „Ich beruhige das Baby jede Nacht und mir wurde nie dafür gedankt.“

Es ist wahr, dass beide Ehepartner das Bedürfnis und den Anspruch auf Anerkennung haben. Aber weder die Frau noch der Mann sollten in einer Ehe mathematisch alles gegeneinander aufrechnen. Ergreife du selbst die Initiative und erinnere deinen Ehepartner wie gut ein „Danke“ tun kann.

Auch der Prophet (Allahs Frieden und Segen aug Ihm) erklärte die Wichtigkeit des Danks, indem er sagte:

„Wer den Menschen nicht dankt, dankt Allah nicht.“ (Hadithsammlung Tirmidhi)

Lasst uns unsere Danksagungen an unsere Ehepartner als gottesdienstliche Tat ansehen und als Dank für all die Gnaden die Allah uns jeden Tag gewährt. Vermehren wir damit Allahs Wohlgefallen auf uns,  dass er unsere Ehe noch mehr segnet.

Ein Dank ist also in jedem Fall ein Gewinn für uns.

Ein Dank muss auch nicht beschränkt werden auf Dinge, die unser Ehepartner „extra“ also zusätzlich für uns gemacht hat oder uns abgenommen hat. Viel mehr sollten wir es zu unserer Angewohnheit machen regelmäßig und großzügig uns zu bedanken in Worten, in einem Brief, einer SMS oder einer Email. Wir danken dafür, dass er oder sie jeden Tag so hart arbeitet. Jeden Tag den Haushalt bewältigt und sich um die Kinder kümmert. Sich unsere Sorgen anhört. Sehr schön ist auch dem Ehepartner zu sagen, wie dankbar man ist, dass einem so ein Ehepartner gegeben wurde. Die Möglichkeiten für einen Dank sind nahezu unbegrenzt.

Es gibt nichts schöneres an einem stressigen Tag unerwartet ein „Danke“ zu bekommen ob wörtlich, als Nachricht oder mit einem kleinen Geschenk.

Diese kleine Aufmerksamkeit gibt dem Ehepartner das schöne Gefühl etwas wirklich besonderes zu sein – auch noch nach all diesen Jahren.

Außerdem, seid nicht zu schüchtern eurem Ehepartner vor Verwandten oder euren Kindern zu danken, denn das ehrt euren Ehepartner und lehrt die Anwesenden die Wichtigkeit und Schönheit des Bedanken.

Abschließend möchte ich den Geschwistern ans Herz legen Allah in Bittgebeten um mehr Liebe und Harmonie in der Ehe zu bitten und niemals den Charme eines einfachen „Dankeschön“ zu unterschätzen.

Lasst uns nicht diesen Artikel zu Ende gelesen haben ohne unserem Ehepartner eine Nachricht zu schreiben: „Danke, dass du für mich da bist“.

Das islamische Verbot der Zwangsehe – Und wie die Partnersuche bei Muslimen aussieht

Immer wieder hört man von tragischen Fällen von Zwangsheirat. Zahlreiche Zeitungsartikel, Reportagen, Spielfilme und Romane beschreiben eindrucksvoll den Leidensweg von Frauen, die ohne ihre Einwilligung verheiratet wurden. Und da diese Geschichten in den Zeitungen und TV-Reportagen meist von jungen Musliminen berichten, könnte der Eindruck entstehen, dass die Zwangsehe ihren Urspung in der islamischen Lehre hat –  genau wie das Gebet und das Fasten auch. Dieser Artikel behandelt genau dieses Thema: Gehört die Zwangsehe zum Islam?

Die Zwangsehe ist kein speziell muslimisches Phänomen

Zu allererst sollte bedacht werden, dass die Zwangsehe keineswegs ein Monopol der Muslime ist. So berichtet etwa Amnesty International unter Berufung auf die Frauenrechtorganisation Terre de Femme von der Praxis der Zwangsverheiratung aus christlichen Ländern wie Griechenland und Italien, aber auch aus dem hinduitischen Kulturkreis in Sri Lanka und Indien, aber wiederum auch aus bhuddistischen und sogar unreligiösen Ländern wie  China oder Vietnam [1]. Es ist weitgehend bekannt, dass bis ins frühe 20. Jahrhundert Zwangsehen sogar noch im christlich geprägten, westeuropäischen Deutschland üblich waren. Alles in allem ist also festzustellen, dass die Praxis der Zweingsheirat sich also weder auf eine Region noch auf eine Kultur oder gar eine Religion beschränken lässt. Viel mehr extistiert Sie auf allen Erdteilen und in fast allen Kulturen dieser Welt. Es ist also defintiv ein globales, kulturen übergreifendes Phänomen und absolut kein speziell islamisches.
Auch wenn die Zwangsehe kein auschließliches Phänomen unter Muslimen darstellt, bleibt dennoch die Frage, wie der Islam gegenüber der Zwangsehe steht. Lässt sich vielleicht eine Rechtfertigung für die Zwangsehe aus dem Islam ableiten oder empfiehlt der Islam sogar die Zwangsverheiratung?

Die Ehe im Islam

Das Gegenteil ist wahr. Es ist nicht nur so, dass der Islam die Zwangsverheiratung verbietet sondern dass die Zwangsehe im krassen Gegensatz zum koranischen Konzept der ehelichen Beziehung steht.

So heisst es im Koran über die Ehe:

„Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“[2]

Als Zwangsehe bezeichnet man eine Ehe bei der ein Mann oder eine Frau ohne Ihre eigene Zustimmung zur Ehe mit einer Person gezwungen wird. Die Mittel des Zwangs reichen von emontionaler Erpressung, über Nötigung und Bedrohung bis hin zu körperlicher Gewalt. Diese Praxis widerspricht dem Islam diametral, ist Unterdrückung und Missbrauch und steht damit, wie bereits erwähnt, konträr dem Konzept der islamischen Ehe entegen. Und dies ist keine neuzeitliche Verklärung eines weichgespülten modernen Islams, sondern ein seit je her so verstandenes Prinzip im orthodoxen Islam. So stellte der im 14. Jahrundert christlicher Zeitrechung lebende Großgelehrte Ibn Taymiyyah in einem islamischen Rechtsgutachten (arabisch: Fatwa) zusammenfassend fest:

„Eine Frau zu einer Ehe zu zwingen, widerspricht komplett dem Sinn einer Heirat. Allah möchte Liebe und Mitgefühl zwischen dem Ehepaar. Wie können diese entstehen wenn sie [die Ehefrau] Ihn hasst und nicht mag? Welche Art von Liebe und Zuneigung sollen in so einem Fall schon entstehen? […] So hat eine Frau vielmehr ein Recht darauf, eine Ehe mit jemandem abzulehnen, den sie nicht will“ [3]

Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf Ihm) selbst annulierte eine Zwangsehe und verbat sie

Es sind uns zwahlreiche Überlieferungen aus der Zeit des Propheten bekannt, die uns ganz klar zeigen wie der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Friede auf Ihm), dessen Leben nach dem Koran die zweite Quelle des islamischen Rechts darstellt und für die Muslime ein Vorbild ist, mit Zwangsehen umgegangen ist.
So kam eines Tages eine geschiedene Frau Namens Khanza Bint Khidam zum Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede auf Ihm) und beklagte sich bei Ihm darüber, dass Ihr Vater Sie ohne Ihre Einwilligung verheiratet hätte, worauf der Prophet (Allahs Friede und Segen auf Ihm ) die Ehe für ungültig erklärte.[4] In einem anderen Fall wurde auch eine Frau verheiratet ohne Ihre Zustimmung einzuholen und der Prophet (Allahs Segen und Friede auf Ihm) gab Ihr die Wahl der Ehe einzuwilligen oder Sie annulieren zu lassen.[5] Wiederum in einer anderen berühmten Überlieferung heisst es, dass Prophet  (Allahs Segen und Friede auf Ihm) sagte:

»Eine bereits einmal verheiratete Frau (geschieden oder verwitwet) darf nur verheiratet werden, wenn dies mit ihr besprochen wurde. Und eine Jungfrau darf nur verheiratet werden, wenn sie der Heirat zustimmt.«[6]

Die Überlieferungen zu diesem Thema sind zahlreich und eindeutig: Der Islam verbietet es absolut eine Frau gegen Ihren Willen zu verheiraten. Es ist eine notwendige Bedingung die Zustimmung der Frau zu haben und der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) hat die Zwangsehe ausdrücklich und explizit verboten.
Aus diesem Grund ist Zwangsehe in den islamischen Ländern auch ein extrem seltenes Phänomen, welches nicht von den Gelehrten toleriert wird. Viel mehr existiert es meist nur in den ungebildeten Schichten, welche bei solchen Praktiken und Bräuchen eher auf ihre dörfliche Kultur fokussiert sind. Auch in der Diaspora wird die Zwangsehe meist von Muslimen praktiziert, die zwar nominell Muslime sind, aber die Religion nicht oder nur kaum praktizieren und eher türkisch nationalistisch, als religiös geprägt sind. Aber auch hier betrifft das eher die erste Einwanderer Generation und weniger bis fast gar nicht die zweite und dritte Generation der muslimischen Einwanderer.
Doch stellt sich dann noch die Frage: Wie lernt ein Muslim dann seinen Ehepartner kennen und entscheidet sich dann für oder gegen Ihn?

Der traditionelle Weg: Die arrangierte Ehe

Die arrangierte Ehe ist die kulturelle Norm im größten Teil des islamischen Welt. Heiratswillige Männer und Frauen lernen Ihren zukünftigen Ehepartner in aller Regel durch Familie und Freunde kennen. Da der islamischen Kultur das „Dating“ im europäischen Sinne unbekannt und eigentlich gänzlich fremd ist, suchen die meisten muslime Ihr Eheglück dementsprechend in arrangierten Ehen. Die Erwartung ist, dass bei gegenseitiger Sympathie zwischen den Hereitswilligen die Liebe im Laufe der Ehe gedeiht und wächst. Bevor, jedoch, überhaupt nach einem potenziellen Ehepartner Ausschau gehalten wird, entscheidet die Familie als Einheit über den Charakter und die Eigenschaften, die der zukünftige Ehepartner mitbringen sollte, damit das Paar später zusammen ein erfüllendes Eheleben hat.
Der Zeitraum in dem sich das potenzielle Ehepaar kennenlernen dürfen, um zu entscheiden ob Sie die Ehe miteinander eingehen möchten, variiert von Kultur zu Kultur und Familie zu Familie. Nach dem ersten Kennenlernen mit den Familien wird dem potenziellen Paar die Möglichkeit gegeben sich zu treffen und sich näher kennenzulernen, wobei ein dritter Familienangehöriger mit einem gewissen Abstand das Treffen begleitet. Manche erlauben dem angehenden Ehepaar auch miteinander zu telefonieren oder einander zu mailen. Wieder andere Familien ermuntern zu Unternehmungen – natürlich in Begleitung Familienangehöriger. Menschen finden so zueinander über die Familie, Leute aus der Gemeinde, Freunde und Bekannte, dem Imam der lokalen Moschee, muslimische Partnervermittlungen oder auch Online Heiratsbörsen wie „Halalpartner.de“ mit dem Ziel der Ehe. Da die Ehe an sich nicht von anderen arrangiert wird, sondern sowohl Mann als auch Frau letztendlich für sich selbst entscheiden mit wem sie die Ehe eingehen, wäre der bessere Ausdruck vielleicht „arrangiertes Kennenlernen“.
Da Paare in arrangierten Ehen durch Familie, Freunde und die lokale Gemeinde zueinanderfinden, sehen Sie Ihre Beziehung als Teil eines größeren Ganzen und sehen ihre Ehe nicht isoliert lediglich als Beziehung zwischen ihnen selbst und Ihrem Ehepartner. Viele Paare haben äußerst glückliche arrangierte Ehen. Selbst glückliche Ehen in denen Mann und Frau sich erst einen Tag vor der Eheschließung kennegelernt haben sind keine Seltenheit.
Auch das Vorurteil, dass man erst verschiedene Partner ausprobieren müsste, um dann irgendwann endlich „den“ oder „die Richtige“ zu finden und ihn dann irgendwann zu heiraten, ist nicht Wasserfest. Statistiken zeigen, dass arrangierte Ehen im Schnitt stabiler sind und länger (oft für immer) halten. Aber genau wie viele nicht-arrangierte Ehen funktioniert auch nicht jede arrangierte Ehe. Und das hat verschiedene Gründe. Doch dazu bedürfte es vielleich eines weiteren Artikels.

www.halalpartner.de – Die halal Heiratsbörse

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[1] http://www.amnesty-frauen.de/Main/Zwangsheirat
[2] Die ungefähre Bedeutung des Korans von Abdullah Frank Bubenheim, Sure 30:Vers 21
[3] Ibn Taymiyyah, Majmoo‘ al-Fataawa, 32/25
[4] Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy, Islamische Bibliothek; Hadith Nr. 5138
[5] Hadithsammlung Sunan Ibn Majah, Hadith-Nr.1874
[6] Sahih Al-Bucharyy, Hadith Nr. 4843

10 Tipps um eine Haram Beziehung erfolgreich zu beenden

Ein weit verbreitetes Problem unter der Jugend heutzutage sind Haram (islamisch verbotene) Beziehungen. Es ist sehr leicht geworden in eine Beziehung mit einem festen Freund oder einer Freundin zu geraten, aber dagegen ist es oftmals der schwierigere Part diese wieder zu beenden. Nicht selten sind es genau diese Beziehungen, die für viele Geschwister eines der größten Hindernisse auf dem Weg sich Allah anzunähern darstellt.

Aus diesem Grund haben wir hier 10 Tipps zusammengestellt, die Dir dabei helfen werden erfolgreich schlusszumachen und dauerhaft diese Beziehung zu beenden, um Allahs Zufriedenheit damit zu erlangen.

  1. Wenn Du glaubst, dass Du die Beziehung langsam ausschleichen kannst und ganz allmählich in kleinen Schritten die Beziehung erkalten und letztlich zu einer platonischen Beziehung umwandeln kannst, dann lass Dir gesagt sein: Das klappt einfach nicht. Nie! Dies ist eine böse Falle. Der kalte Entzug ist der einzige wahre und aufrichtige erste Schritt.
  2. Lösche alle Emails, Texte, Bilder,Nachrichten, SMS, Telefonnummern und alles andere  was Dich an diese Person erinnert direkt und unwiderruflich. Versuche nicht herauszufinden, was diese Person tut und hör auf Ihn zu cyber-stalken.
  3. Sag der Person, dass Du dich weiterentwickelt hast und erkläre, dass Du dich Allah annähern möchtest. Am Besten mache es schriftlich z.B. in Form eine Email. Fasse Dich kurz und sei direkt und präzise ohne offenes Ende oder Raum für Interpretationen zu lassen. Sage, dass Du keine Kontaktaufnahme mehr möchtest.
  4. Fülle Dein Herz mit der Liebe zu Allah. Bitte Allah um Vergebung und bitte Allah um Beistand. Allah wird Dich nicht enttäuschen. Sage Allah auch, wie Du dich fühlst und was Du brauchst. Weine vor Allah in Deinem Bittgebet, wenn Dir danach ist. Schaue Dir islamische Vorträge an, lese den Koran und besuche die Sitzungen in den Moscheen, wenn es solche in Deiner Umgebung gibt. Tue alles, was Dich Allah näher bringt.
  5. Frage Dich nicht ständig, Ob die Person wohl an dich denkt. Fülle Deine Zeit mit Dingen, die Dir Freude bereiten und dich innerlich erfüllen.
  6. Fühlst Du dich schlecht und bist enttäuscht über Dich selbst aufgrund irgendwelcher begangener Fehler? Lasse auf jeden Fehler gutes folgen. Spende Geld, bringe dich als Freiwilliger in gemeinnütziger Arbeit ein, bete wärend die anderen schlafen oder faste ein paar Tage freiwillig. Sei dankbar, dass Allah Dich davor bewahrte in eine noch schlimmere Lage zu kommen.
  7. Entdecke Deine Talente und tue Dinge, die Du vielleicht vorher noch nie richtig probiert hast und finde dabei neue Dinge, die Dir Spaß machen. Bringe Dein Leben vorran und schaue, ob es vielleicht Dinge gibt, die Du vernachlässigt hast in den letzten Jahren. Denke dabei an Sport, Schule/Beruf und Hobbies und Zukunftsperspektiven und Freunde und Familie. Versuche in all diesen Bereichen eine Ausgewogenheit zu erreichen. Träume, habe große Ziele und mache dann die Schritte, diese in die Realität umzuwandeln.
  8. Umgebe dich mit Menschen, die nicht möchten, dass Du in einer Haram Beziehung bist. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf Ihm) sagte:

    „Das Gleichnis dessen, der Umgang mit tugendhaften Freunden hat, und dessen, der mit schlechten Freunden Umgang hat, ist wie einer, der Moschus (als Parfüm) hat, und einer, der den Schmelztiegel (eines Schmiedes) anfeuert. Der Besitzer von Moschus könnte dir etwas schenken oder du könntest etwas von ihm kaufen, oder wenigstens könntest du seinen Duft riechen. Was den anderen betrifft, so könnte er deine Kleidung in Brand stecken oder du wirst zumindest Gestank vom Schmelzfeuer einatmen.“ (Hadithsammulung Muslim)

  9. Denke darüber nach, was das Richtige im Bezug auf das Heiraten für Dich ist. Ist es der richtige Zeitpunkt? Bist Du reif dafür? Gibt es Dinge, die Du vollenden musst bevor Du bereit bist zu heiraten. Berate Dich dabei unbedingt mit jemandem, der den Islam in seinem Leben praktiziert, weise und rechtschaffen ist und dem Du vertraust.
  10. Wisse, dass auch diese Phase Deines Lebens vorrübergehen wird. Wisse, dass eine Harambeziehung zu verlassen nur Deine spätere Ehe stärken wird und dass Du mit Allahs Hilfe eines Tages einen passenden muslimischen Ehepartner finden wirst und eine Beziehung haben kannst, die inshaAllah gesegnet seien wird.

Möge Allah Dich in Deinen guten Vorhaben erfolgreich machen. Amin!

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Wertschätze deine Frau nach Art des Propheten (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) + 10 Hadithe

Im Islam ist die Beziehung zwischen dem Ehemann und seiner Ehefrau eine enge Bindung, welche mit Güte, Liebe und Barmherzigkeit genährt werden muss. Die Bedeutung dieser Bindung ist dermaßen wichtig, dass Allah sie im heiligen Koran als eine seiner Wunder dieser Welt bezeichnet.

„Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Ar-Rum  30:21)

Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) ist das Vorbild eines jeden Muslims in allen Lebensbereichen. Wenn Du über das Verhalten des Propheten gegenüber seinen Ehefrauen liest, mit was für einer Achtsamkeit, Güte, Freundlichkeit, Mitgefühl und Liebe er ihnen gegenüber zeigte.

Die nachfolgende Sammlung von Hadithen geben einen kleinen Eindruck über seinen edlen Charakter und sein vorzügliches Verhalten gegenüber seinen Ehefrauen:

Die Ehefrau verdient die beste Behandlung

1. Abu Huraira (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) überliefert, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

„Unter den Gläubigen ist derjenige am vollkommensten im Glauben, der mit dem besten Charakter. Und die Besten unter euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.“ (Hadithsammlung At-Tirmidhi)

2. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

„Der beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt. Und ich bin derjenige, der seine Frau am besten behandelt.“ (Hadithsammlung At-Tirmidhi)

3. Abu Huraira (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) überliefert, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

„Ein gläubiger Ehemann soll niemals seine gläubige Frau hassen. Wenn er eine bestimmte Angewohnheit von ihr nicht mag, so mag er doch eine andere bei ihr finden, die ihm gefällt.“ (Hadithsammlung Muslim)

4. Abdullah ibn Amr ibn Al-As (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) sagte:

„Das irdische Leben ist ein (vergänglicher) Genuss. Das Beste an diesem Genuss ist eine tugendhafte Ehefrau.“ (Hadithsammlung Muslim)

Zeige Deine Liebe

5. Anas (Möge Allah mit Ihm zufrieden sein) berichtete, das der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) gefragt wurde:

„Oh Gesandter Allahs, welcher unter den Menschen ist dir am Liebsten?“ Er antwortete: „Aischa.“ Er wurde gefragt: „Und unter den Männern? Er sagte: „Ihr Vater.“ (Hadithsammlung Ibn Majah)

Verwandele Liebe in Taten

6. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) erzählte, als sie während ihrer Menstruation Wasser aus einem Krug trank, nahm der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) den Krug und suchte die Stelle, wo ihre Lippen den Krug berührten, um aus der selben Stelle zu trinken (Hadithsammlung Muslim).

Helfe im Haushalt

7. Aischa (Möge Allah mit Ihr zufrieden sein) antwortete auf die Frage hin, was der Prophet tat wenn er zu Hause war:

„Er half seiner Familie und wenn die Zeit für das Gebet kam, ging er, um zu beten.“ (Hadithsammlung Buchari) Und in einer anderen Überlieferung sagte sie: „seine Kleider selbst zu flicken, seine Schuhe zu reparieren und alles zu tun, was Männer zu Hause machen.“ (Hadithsammlung Ahmad)

Habe Spaß mit Deiner Ehefrau

8. Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) berichtete, dass Sie einmal den Propheten (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) auf einer Reise begleitete als Sie noch sehr Jung war und der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) die anderen Begleiter der Reise vorschickte und als er und Aischa alleine waren er Ihr ein Wettrennen vorschlug, welches Sie gewann. Es verging einige Zeit und Aischa hatte zwischenzeitlich etwas zugenommen und das Rennen fiel ihr schwer und der Prophet (Allahs Friede und Segen auf Ihm) schlug Ihr vor erneut um die Wette zu rennen. Sie wies daraufhin, dass Sie nicht mehr so dünn wie früher sei, doch der Prophet (Allahs Friede und Segen seien auf Ihm) bestand auf das Rennen und er gewann es auch. Darauf  spaßte er darüber mit ihr „Dies ist (die Antwort) für jenes Wettrennen.“

9.  Aishah berichtete:

Es war ein Festtag, an dem die Äthiopier (ihre Kriegskunst) mit Schildern und Lanzen übten. Entweder habe ich selbst den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, darum gebeten, oder er sagte zu mir: »Möchtest du gern zuschauen?« Als ich dies bejahte, ließ er mich hinter ihm stehen, und meine wange lag an seiner wange er spornte die Sudan an, indem er zu ihnen sagte: »Voran, Söhne der Arfida!« Es ging so (lange) weiter, bis es mir selbst langweilte da fragte er: »Genügt es dir?« Als ich dies bejahte, sagte er: »Dann gehe!« “ (Hadithsammlung Bukhari)

Liebe geht über den Tod hinaus

10. `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:

Hala Bint Khuwailid, die Schwester von Khadija bat einmal um Erlaubnis, beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, einzutreten. Da erinnerte er sich an die Weise, wie Khadija dies tat. Er wurde von Erinnerungen befallen, und das war in seinem Gesicht zu sehen. Da sagte er: „O Allah, sie ist Hala Bint Khuwailid.“ (Hadithsammlung Muslim)

 

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